Göttinger Projekt erhält ersten Ökumenepreis

Nachricht 10. Dezember 2012

Göttingen (epd). Die Veranstaltungsreihe "Göttinger Psalter" erhält den ersten Ökumene-Preis der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland. "Uns hat überzeugt, wie über ein Jahr lang in fast 400 Veranstaltungen in und um Göttingen die Psalmen der Heiligen Schrift als gemeinsame Basis der Kirchen in den Mittelpunkt gestellt wurden", begründete die Jury am Dienstag ihre Entscheidung. Die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung wird erstmals am 20. Januar 2013 in Braunschweig übergeben.

Die Göttinger Initiative hatte im vergangenen Jahr die 150 Psalmen der Bibel mit Veranstaltungen auch außerhalb der Kirche thematisiert, etwa in der Klinikseelsorge oder der Universität. "Die Verantwortlichen konnten eine Breite Öffentlichkeit erreichen und die Bibel auch außerhalb des Gottesdienstes zur Sprache bringen", hieß es. Bundesweit hatten sich 90 Projekte für den Preis beworben, der nun alle zwei Jahre vergeben werden soll.

Der Göttinger evangelische Superintendent Friedrich Selter lobte das ehrenamtliche Engagement des Initiatoren-Ehepaares Corinna Morrys-Wortmann und Jens Wortmann. Die Organisation der rund 400 Veranstaltungen sei ein immenser logistischer Aufwand gewesen. Zu den Höhepunkten zählten unter anderem eine "Psalmen-Wallfahrt" durch die Stadt, Ausstellungen und große Konzerte. "Der Göttinger Psalter ist zu einem Markenbegriff geworden."

Der Preis wird von der Versicherung "Bruderhilfe-Pax-Familienfürsorge" gestiftet. In der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen sind 21 Kirchen und kirchliche Gemeinschaften zusammengeschlossen. Dazu gehören die Vertreter der römisch-katholischen, altkatholischen und anglikanischen Kirche sowie der evangelischen, orthodoxen und orientalisch-orthodoxen Kirchen sowie der Freikirchen. Die ACK repräsentiert damit die Mehrheit der rund 50 Millionen Christen in Deutschland.

Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen