Ausstellungen, Konzerte und Vorträge in Celler Synagoge

Nachricht 10. Dezember 2012

Celle (epd). Die Synagoge in Celle lädt im ersten Halbjahr 2013 erneut zu Ausstellungen, Vorträgen und Konzerten zur jüdischen Geschichte und Kultur ein. Zum Auftakt ist ab dem 24. Januar eine Ausstellung über den Begründer des modernen politischen Zionismus, Theodor Herzl (1860-1004), und seine Utopie eines jüdischen Staates Israel zu sehen, wie Stadtarchivarin Sabine Maehnert am Dienstag mitteilte. Das Stadtarchiv organisiert gemeinsam mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und der Jüdischen Gemeinde Celle die Veranstaltungen.

Das 20-seitige Programm umfasst weitere Ausstellungen über die jüdische Lyrikerin Rose Ausländer (1901-1988) und zu den Kollagen des Malers und Dichters John Elsas (1851-1935). In Vorträgen geht es um den christlich-jüdischen Dialog und die Mystikbewegung des Chassidismus. Der Leiter der Ausbildungsstätte Abraham Geiger Kolleg in Potsdam, Walter Homolka, referiert über moderne Rabbiner.

Musikalisch schlägt das Programm einen Bogen von Konzerten mit Musik der Synagogen bis zu Liedern der Dichterin Mascha Kaléko (1907-1975). Die Celler Synagoge aus dem Jahr 1740 ist die älteste noch erhaltene Synagoge Norddeutschlands. 1969 kaufte die Stadt die Synagoge. Sie wird für Gottesdienste und Versammlungen der 1997 neu gegründeten Jüdischen Gemeinde Celle und von der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit genutzt.

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