Gute Nachbarschaft von Industrie und Kirche

Nachricht 05. Dezember 2012

Alfeld. "Mir ist die gute Nachbarschaft von Industrie und Kirche wichtig“, sagt Superintendentin Katharina Henking. „Sie kommt in Alfeld symbolisch schön zum Ausdruck durch die Kirchtürme und den Schornstein der Papierfabrik; denn diese Türme habe ich gemeinsam im Blick, wenn ich aus der Superintendentur trete." Deshalb nimmt sich Katharina Henking immer wieder Zeit, um gemeinsam mit dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA) der Landeskirche Unternehmen der Region zu besuchen.

Diesmal führte ihr Weg zur Alfelder Papierfabrik mit ihrem markanten Schornstein, dem höchsten in der Stadt. Das seit 300 Jahren bestehende Traditionsunternehmen gehört seit 1992 zur südafrikanischen Sappi-Gruppe (South African Pulp and Paper Industries). Organisiert wurde der Kontakt vom Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA), dessen für Niedersachsen-Süd zuständige Referenten Peter Greulich und Stephan Eimterbäumer die Superintendentin begleiteten. Geschäftsführer Dr. Stefan Karrer nahm sich einen Zeit, um das Unternehmen vorzustellen, und er führte die Besucher persönlich durch die Fertigung.

"Mir ist wichtig, dass Verantwortliche aus Kirche und Unternehmen sich als Menschen im geschützten Raum begegnen“, betont Peter Greulich. „So entsteht Vertrauen, und manchmal folgen daraus gemeinsame Projekte. Oft treffen wir bei diesen Besuchen christlich geprägte Führungspersönlichkeiten. Wir sind herzlich willkommen."

Die Hauptthemen beim Besuch der KirchenvertreterInnen waren strategische Entscheidungen des Unternehmens angesichts von Rückgängen in bestimmten Teilen des Papiermarkts, kommende Investitionen am Standort Alfeld sowie Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit. Besonderes Augenmerk legt man im Konzern zudem auf die Arbeitssicherheit. Stephan Eimterbäumer: "Mich beeindruckt, wie gesellschaftliche Trends wie das wachsende ökologische Bewusstsein von Konzernen aufgegriffen werden, zum Beispiel beim Trend von Kunststoffverpackungen hin zu Papierverpackungen."

Es wurde natürlich auch über den Schonstein gesprochen. "Dort entweicht nur ungefährlicher Wasserdampf, das wird auch beständig gemessen," erklärte Dr. Karrer. "Es ist schlecht für Sappi und Alfeld, wenn dort kein Dampf entweicht, denn dann steht die Produktion!" 

Kontakt: Ralf Neite, Öffentlichkeitsbeauftragter des Ev.-luth. Kirchenkreises Hildesheimer Land-Alfeld, post@kultundkom.net