Hannover startet Winternotprogramm für Obdachlose

Nachricht 02. Dezember 2012

Hannover (epd). Die kalte Jahreszeit setzt besonders Obdachlosen zu - für sie haben Stadt, Region und Diakonie in Hannover am Montag ein "Winternotprogramm" gestartet. Nach ihren Angaben leben in der Landeshauptstadt bis zu 500 Menschen auf der Straße. Kirche und Politiker riefen die Bürger auf, wohnungslose Menschen zu unterstützen. "Neben einem aufmerksamen Auge sind auch Kleiderspenden hilfreich", sagte Regionsdezernent Erwin Jordan. Vor allem Schlafsäcke und warme Oberbekleidung seien gefragt.

Um Obdachlosen Hilfe anzubieten, sind vier Sozialarbeiter dreimal pro Woche auf den Straßen unterwegs. An zwei Tagen fährt ein "Kältebus" und versorgt Menschen ohne Wohnung mit Essen, warmen Getränken und winterfester Kleidung. "Wohnungslosigkeit als eine der dramatischsten Formen der Armut bedarf der verstärkten Hilfe durch Bürger und Staat", sagte Diakoniepastor Rainer Müller-Brandes.

Die Stadt Hannover fördert das Notprogramm mit 25.000 Euro. Sozialdezernent Thomas Walter appellierte an die Bürger, Obdachlose ohne Scheu anzusprechen. Die Region unterstützt elf Tagestreffs und Beratungsstellen für Obdachlose in diesem Jahr nach eigenen Angaben mit mehr als 600.000 Euro.

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