Kupfersterne sollen Geld für Chorzentrum bringen

Nachricht 16. Oktober 2012

Hannover (epd). Mit 190 Kupfersternen wollen Chorfreunde in Hannover rund 100.000 Euro für das geplante Chorzentrum in der evangelischen Christuskirche einnehmen. Für 500 Euro können Spender symbolisch einen der Sterne erwerben und damit zum "Sternenpaten" werden, wie der Stadtkirchenverband am Dienstag mitteilte. Der Name des Paten wird auf der Rückseite des Sterns eingraviert, und dieser wird anschließend in der Kirche anmontiert.

Die Christuskirche aus dem Jahr 1864 ist Norddeutschlands größte neugotische Backsteinkirche. Sie soll ab Januar 2013 für 2,4 Millionen Euro umgebaut und zum Sitz des renommierten Mädchenchores Hannover werden. Zugleich sollen Kinder- und Jugendchöre aus aller Welt dort Gelegenheit erhalten, gemeinsam zu üben und aufzutreten. Den Großteil der Baukosten steuern der Stadtkirchenverband, der Mädchenchor, die Nordstädter Kirchengemeinde und zahlreiche Sponsoren bei.

Die Idee zu der Sternaktion entstand bei der Durchsicht historischer Bilder: Bis 1945 waren im Innenraum der Kirche 190 Kupfersterne montiert. "Unser Traum ist es, dass am Ende der Aktion alle 190 Sterne wieder an ihren ursprünglichen Platz zurückkehren können", sagte Hinrich Bergmeier, Vorsitzender des Fördervereins. Von diesem Donnerstag an soll ein Großplakat an der Kirche auf die Aktion aufmerksam machen. Schirmherr ist Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD).

Die Christuskirche wurde vom hannoverschen Architekten Conrad Wilhelm Hase (1818-1902) als Residenzkirche des hannoverschen Königs Georg V. errichtet. Sie wurde stilbildend für zahlreiche Kirchbauten in ganz Deutschland. Seit 1980 gilt sie als "Baudenkmal von nationaler Bedeutung". Ein preisgekröntes Architektenduo will dort eine treppenförmig aufsteigende Tribüne einziehen, die entweder als Zuschauerraum oder als Bühne genutzt werden kann. Darunter wird ein Probenraum eingerichtet.

Der Mädchenchor Hannover feiert in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen. Er gilt als führender Chor seiner Art in Deutschland.

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