Fotoausstellung in Wolfsburg porträtiert Sterbende

Nachricht 02. Oktober 2012

Von Ilona Sourell (epd)

Wolfsburg (epd). Friedvoll ist das Gesicht von Heiner Schmitz, der mit 52 Jahren an einem Gehirntumor gestorben ist. Der Werbefachmann ist einer der 26 Verstorbenen, die der Fotograf Walter Schels und die Journalistin Beate Lakotta begleitet und fotografiert haben - kurz vor und unmittelbar nach ihrem Tod. Eine Ausstellung darüber ist vom 5. Oktober bis zum 25. November im Haus der Kirche in Wolfsburg zu sehen. Der evangelische Landesbischof Ralf Meister aus Hannover eröffnet sie an diesem Freitag um 18 Uhr, wie Pastor Frank Morgner als Initiator am Dienstag sagte.

Die Ausstellung "Noch mal leben vor dem Tod" porträtiert mit 54 großformatigen Schwarz-Weiß-Fotografien und kurzen biografischen Texten verschiedene Menschen an ihrem Lebensende - unter ihnen auch ein kleines Mädchen von nur 17 Monaten. Die meisten der Sterbenden haben ihre letzten Tage in einem Hospiz verbracht, wo Schels und Lakotta mit den Todkranken über ihre Ängste und Hoffnungen sprachen. Alle gaben ebenso wie die Angehörigen ihre Einwilligung, die Bilder zu veröffentlichen.

Ein Jahr haben die Vorbereitungen für die Ausstellung gedauert, die seit 2004 in mehreren deutschen Städten zu sehen war. Organisatoren in Wolfsburg sind die evangelische Stadtkirchengemeinde und das Kunstmuseum. "Die Ausstellung war mein Traum", sagte Pastor Morgner. Die Kirchengemeinde bietet dazu ein umfangreiches Begleitprogramm mit sonntäglichen Themen-Gottesdiensten sowie Filmabenden, Vorträgen und Konzerten an. Täglich um 12 Uhr gibt es eine Andacht zum Thema.

Geöffnet dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr, donnerstags bis 19.30 Uhr.

Führungen für Gruppen können über die Evangelische Familienbildungsstätte gebucht werden: Telefon 05361-89333-10

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