Diakonie in Niedersachsen unterstützt Projekt in Polen

Nachricht 29. März 2012

Gifhorn/Posznan (epd). Die Diakonie in Niedersachsen unterstützt mit einem Projekt in Polen ehemals Wohnungslose bei der Suche nach Arbeit. Die evangelische Stiftung "Wohnen und Beraten" aus Braunschweig habe dazu eine Beschäftigungsgesellschaft im Westen Polens mit 200.000 Euro gefördert, sagte am Donnerstag Heinrich Schubert (65) aus Braunschweig.

Der frühere Leiter der Wohnungslosenhilfe der Stiftung betreut ehrenamtlich die diakonische Gesellschaft, die für den Arbeitsmarkt qualifizieren soll. In der 6.000-Einwohner-Gemeinde Kwilcz betreibt sie in einer früheren Lagerhalle eine Ausbildungswerkstatt. Der soziale Betrieb ist Zulieferer für die rund 70 Kilometer entfernte VW-Fabrik in Posznan.

Jens Rannenberg, Vorstand der Stiftung Wohnen und Beraten, bezeichnete das Polen-Engagement als ein "Modellprojekt" in einem zusammenwachsenden Europa. Rannenberg ist zugleich Vorstand der Diakonie in Kästorf bei Gifhorn, die als Zulieferer für das Volkswagenwerk in Wolfsburg tätig ist.

Nach Angaben Schuberts haben in Polen bereits die ersten Frauen einen Nähkurs absolviert. Mitarbeiter aus dem Bereich Metall/Schlosserei seien gerade in Kästorf geschult worden. Zwei Sozialberaterinnen versuchten, den ehemals wohnungslosen Polen aus persönlichen Krisen zu helfen. Ihre Stellen werden von der "Aktion Mensch" finanziert.

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