Theologische Studienarbeit in Krelingen besteht 40 Jahre

Nachricht 15. März 2012

Krelingen/Heidekreis (epd). Das Geistliche Rüstzentrum Krelingen bereitet seit 40 Jahren junge Menschen auf das Theologiestudium vor. Rund 1.200 Frauen und Männer hätten seit 1972 in dem Heideort bei Walsrode die Ausbildung der Studienarbeit abgeschlossen, sagte deren Leiter, Pastor Manfred Dreytza, dem epd. Den Jahrestag feiert das theologisch konservative christliche Rüstzentrum an diesem Sonntag.

Derzeit absolvieren laut Dreytza 20 Studentinnen und Studenten die ein oder zwei Jahre dauernde Ausbildung. Sie bereiten sich mit Sprachkursen in Altgriechisch und Hebräisch auf das Theologiestudium vor, studieren Bibelkunde, Theologie und Philosophie. Im "Kolleg für Gemeindedienst" werden zudem berufsbegleitend Ehrenamtliche für Aufgaben in Kirchengemeinden geschult. Die Studenten leben gemeinsam auf dem Gelände des Rüstzentrums. "Ihre Glaubensgemeinschaft soll sich auch im Alltag bewähren", erläuterte der promovierte Theologe.

Das dem Pietismus verbundene Rüstzentrum ist ein freies Werk innerhalb der hannoverschen Landeskirche. Es habe seine Studienarbeit 1972 als Ergänzung zur Universitätsausbildung ins Leben gerufen, weil es Defizite gesehen habe, sagte Dreytza. "Damals gab es eine große Verunsicherung in den Gemeinden und bei Studenten." Grund sei die zu stark historisch-kritische Auslegung der Bibel an den Universitäten gewesen. "Wir wollen, dass Studenten mit einem Grundvertrauen in Wahrheit und Anspruch der Bibel beginnen, bevor sie sich kritisch auseinandersetzen."

Das Jahresfest feiert das Rüstzentrum zusammen mit dem "Krelinger Gemeindetag" am Sonntag ab 10 Uhr in der Krelinger Glaubenshalle. Der Tübinger Theologieprofessor Hans-Joachim Eckstein ist Hauptreferent. Zu den Gästen zählt auch Pastor Sven Findeisen aus Neumünster, der die Studienarbeit gemeinsam mit dem Gründer des Rüstzentrums, Pastor Heinrich Kemner (1903-1993), ins Leben gerufen hatte.

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