Null Toleranz bei sexualisierter Gewalt

Nachricht 28. Februar 2012

Hannover (epd). Im Umgang mit sexuellem Missbrauch will die hannoversche Landeskirche auch künftig auf null Toleranz setzen. Deshalb sei am Dienstag unter anderem die neue Internsetseite praevention.landeskirche-hannovers.de freigeschaltet worden, teilte eine Sprecherin am Dienstag mit. Außerdem werde im Sommer eine Beratungsstelle zur Prävention und Unterstützung in akuten Krisen ihre Arbeit aufnehmen.

Zurzeit würden an die evangelischen Gemeinden und Einrichtungen kostenlos vier Broschüren zum Thema sexualisierte Gewalt in einer Auflage von 6.000 Exemplaren verschickt. Sie enthielten Leitlinien, Rechtstexte, theologische Vorträge und eine Handreichung für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. In die Gesamtkonzeption unter dem Thema "Information, Kommunikation, Intervention" würden die Erfahrungen einer 2010 eingerichteten Hotline für Opfer sexualisierter Gewalt einbezogen (Telefon 0511/1241-477).

Die für Schulen zuständige Oberlandeskirchenrätin Kerstin Gäfgen-Track sagte, die Landeskirche wolle die Verantwortlichen aller Arbeitsbereiche für die Problematik sensibilisieren: "Wir wollen dem uns entgegengebrachten Vertrauen in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gerecht werden."

Alle Materialien stehen den Angaben zufolge auch auf der Internetseite zum Download bereit. Darüber hinaus biete die Seite Krisenpläne, Kontaktdaten sowie Link- und Literaturlisten. Die künftige Ansprechstelle wird von Pastorin Hella Mahler betreut, die seit Anfang des Jahres Gleichstellungsbeauftragte der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers ist.

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