Ökumenischer Gedenkgottesdienst für verwaiste Familien

Nachricht 26. Februar 2012

Aurich (epd). In einem ökumenischen Gedenkgottesdienst für ganz Ostfriesland wird am 4. März wieder gestorbener Kinder gedacht. Eingeladen seien alle trauernden Eltern, Geschwister, Verwandte und Bekannte, sagte der Auricher Landessuperintendent, Detlef Klahr, am Donnerstag in Aurich. Der Gottesdienst in der Auricher katholischen Ludgerus-Kirche beginnt um 15 Uhr. Im Kirchenjahr trägt der Sonntag den Namen "Reminiszere - Erinnere".

Der Verlust eines Kindes sei besonders schwer zu verkraften, sagte die Trauerbegleiterin Erna Campen von der Evangelischen Erwachsenenbildung in Aurich. Wenn Erwachsene oder Eltern stürben, sei das der "normale Weg der Dinge". Ein verlorenes Kind aber begleite die Eltern in Gedanken ein Leben lang. Darum seien auch Trauernde eingeladen, die ihr Kind im Erwachsenenalter verloren haben.

Der Gottesdienst für verwaiste Eltern habe inzwischen eine Tradition, sagte Campen. "Für viele Eltern ist es zu einem wichtigen Ritual geworden, in diesem Gottesdienst an ihr Kind zu denken und seinen Namen nochmals zu hören." Zu der Feier kämen seit fast zehn Jahren stets mehr als 100 Besucher.

Während des Gottesdienstes könnten die Eltern den Namen ihres Kindes auf einen Zettel schreiben und an einen Trauerbaum in der Kirche hängen, sagte Klahr. Anschließend werden die Namen laut vorgelesen. "Das ist der bewegendste Teil des Gottesdienstes." Nach der Feier bleibe die Kirche für Gespräche geöffnet.

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