Landessuperintendent Brandy: Einsatz für europäischen Einigungsprozess

Nachricht 17. Februar 2012

Rotenburg/Wümme (epd). Der Stader Landessuperintendent Hans Christian Brandy hat dazu aufgerufen, den Einigungsprozess in Europa nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen voranzutreiben. Es gehe auch um Frieden und grundlegende Werte, sagte Brandy am Freitagabend vor der "Niedersächsischen Tafelrunde" in Rotenburg bei Bremen. Der europäische Einigungsprozess sei "eine grandiose Erfolgsgeschichte, die es zu verteidigen gilt".

Diese Erfolgsgeschichte habe 1950 mit der genialen politischen Vision begonnen, bisher verfeindete Länder in einer Montanunion zu verbinden, erläuterte Brandy. "Sie begründete eine Friedensordnung, wie sie sich die Menschen in vielen Jahrhunderten sehnsüchtig gewünscht haben", sagte der Landessuperintendent. Dabei sei die europäische Idee größer als nur eine Wirtschaftsunion: "Es kommt darauf an, die Vision eines demokratischen und föderalen Europas weiter zu entwickeln."

Das müsse mit Mut und Augenmaß geschehen, "so, dass diese Vision den Menschen plausibel wird". Christliche Werte wie die Kultur der Barmherzigkeit gehörten dabei zu den Grundpfeilern Europas. Denn der Mensch sei mehr als die Summe seiner Leistungen und seiner Fehler. Diese Kultur müsse in einem solidarischen Europa weiter gepflegt werden, forderte Brandy auch mit Blick auf das krisengeschüttelte Griechenland.

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