Podiumsdiskussion auf der Bildungsmesse

Nachricht 15. Februar 2012

"Schule neu denken – Auf dem Weg zu einer humanen Schule für alle?"

Hannover (epd). Niedersachsens Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) will trotz des geplanten gemeinsamen Unterrichtes von Kindern mit und ohne Behinderungen an Förderschulen festhalten. "Ich glaube, dass es Kinder mit Behinderungen gibt, die im geschützten Raum der Förderschulen besser aufgehoben sind", sagte er am Donnerstag bei einer Diskussion während der Bildungsmesse "didacta" in Hannover. Zudem sei ihm der Wille der Eltern wichtig. Zugleich sei der gemeinsame Unterricht für ihn als Christen ein "Herzensthema".

Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister sagte, im Konfirmandenunterricht gelinge die Gemeinsamkeit schon lange. Er selbst sei als Konfirmand mit einen schwerbehinderten Mädchen unterrichtet worden und das habe ihn geprägt. "Das hat für die ganze Gruppe eine tiefe Lernerfahrung ausgelöst." Kinder begriffen die Chancen des Miteinanders leichter als Erwachsene. "Das ist ein Stück Hoffnung", betonte der evangelische Bischof.

Nach einem Gesetzentwurf der Regierungsfraktionen in Niedersachsen sollen Eltern landesweit ab August 2013 wählen können, ob sie ihr behindertes Kind auf eine Regelschule oder eine Förderschule schicken. Grundschulen können schon in diesem August starten.

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