Gemeinsam Kirche stark machen

Nachricht 01. Februar 2012

Loccumer Tagung zum Miteinander von Haupt- und Ehrenamtlichen in kirchlicher Verantwortung

Gemeinde stark machen, Kirche stark machen - das funktioniert nur, wenn Ehrenamtliche und Hauptamtliche am selben Strang ziehen. Aber wo es darum geht, Konzepte zu entwickeln, Entscheidungen zu treffen und Veränderungsprozesse zu gestalten, sind Reibungen und Konflikte unvermeidbar.

Was ist nötig, damit die Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen gut gelingt? Antworten auf diese Frage will eine Tagung finden, die vom 10. bis 12. Februar 2012 an der Evangelischen Akademie Loccum stattfindet.

"Wir haben ein hohes Maß an Fachkompetenz versammeln können," freut sich Studienleiter Johannes Goldenstein.

Dr. Rupert Graf Strachwitz, Direktor des Maecenata Instituts für Philanthropie und Zivilgesellschaft an der Humboldt-Universität Berlin, das als interdisziplinärer Think Tank in Sachen bürgerschaftliches Engagement gilt, wird das Thema historisch beleuchten.

Prof. Dr. Reiner Knieling, Leiter des Gemeindekollegs der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands, wird Ideen präsentieren, wie die Lust an der Zusammenarbeit wachsen kann.

Und der Leiter der Akademie für Ehrenamtlichkeit Deutschland, Thomas Kegel, wird seine Erfahrungen mit dem Gestalten von
Weiterentwicklungs- und Veränderungsprozessen einbringen.

Vor allem aber sollen haupt- und ehrenamtliche Akteure aus Kirchengemeinden, Kirchenkreisen und Landeskirche zu Wort kommen.
Schließlich geht es darum, herauszufinden, was sich ändern muss, damit Haupt- und Ehrenamtliche miteinander und nicht gegeneinander arbeiten.

Um Fragen von Macht und Ohnmacht wird es dabei ebenso gehen wie um die Grenzen zwischen Person und Amt, um Kirchen- und Rollenbilder, um Professionalität und um geeignete Bildungsangebote.

Im Vorfeld der Kirchenvorstandswahlen will die Tagung das Erfahrungswissen der letzten Amtsperiode sichern und für die neue fruchtbar machen.