Göttinger Foto-Ausstellung zeigt Porträts sterbender Menschen

Nachricht 15. Januar 2012

Göttingen (epd). Fotografien von sterbenden Menschen werden im Februar in Göttingen ausgestellt. Die Heidelberger Fotografin Gülay Keskin hat dafür 16 Menschen auf Palliativstationen sowie im stationären und ambulanten Hospizbereich begleitet. "Unsere Hoffnung ist, die Augen und Herzen zu öffnen und so eine Veränderung im Umgang mit Sterben und Tod schon zu guten Lebenszeiten zu bewirken", sagte Professor Friedemann Nauck, Direktor der palliativmedizinischen Abteilung des Uniklinikums Göttingen am Montag. Die Ausstellung "LebenKunstSterben" ist vom 22. Februar bis zum 10. März in der Galerie Alte Feuerwache zu sehen und wird von rund 13 Veranstaltungen begleitet.

Mit dem Begleitprogamm zur Ausstellung soll das Tabuthema Sterben und Tod in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt werden, sagte die katholische Klinikseelsorgerin Annette Stechmann. Unter anderem wird Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland am 23. Februar über den Tod seiner eigenen Tochter und den Umgang mit dem Thema in der Familie sprechen. Weiter sind Kinder- und Jugendtheaterstücke geplant, ein Workshop zum Thema Patientenverfügung und wissenschaftliche Vorträge. Initiatoren sind die katholische Klinikseelsorge und das Universitätsklinikum Göttingen.

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