Weihnachtsstuben und offene Treffs am Heiligen Abend

Nachricht 19. Dezember 2011

Hannover/Bremen (epd). Der Heiligabend ist besonders für einsame, arme, wohnungslose und zuweilen auch für alte Menschen eine schwere Zeit. An vielen Stellen organisieren deshalb Haupt- und Ehrenamtliche aus Kirchen, Vereinen und Initiativen in Niedersachsen und Bremen Angebote gegen die Einsamkeit. So öffnen sich in Hannover am Heiligabend zwölf "Weihnachtsstuben" mit Liedern, Gedichten, Gebäck, einer Andacht und zum Teil kleinen Geschenken. Dazu erwartet der Stadtkirchenverband rund 400 Gäste.

In Bremen organisiert die private Anneliese-Loose-Hartke-Stiftung in 16 Stadtteilen offene Feiern. Dazu werden in der Hansestadt nach Angaben der Organisatoren ebenfalls mehr als 500 zumeist ältere Gäste erwartet.

Einen ganz anderen Charakter hat die traditionelle "Offene Nacht von Acht bis Acht" des Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM) in der Hansestadt. Sie beginnt am Heiligabend um 20 Uhr und dauert bis zum nächsten Morgen. Im CVJM-Haus am Rand der Innenstadt werden die ganze Nacht hindurch insgesamt rund 300 Gäste erwartet. Auf sie wartet ein warmes Weihnachtsessen und am nächsten Morgen ein Frühstück. Auch dorthin kommen regelmäßig viele arme und wohnungslose Menschen.

In der Göttinger Stadthalle startet schon am Nachmittag ein "Offener Heiligabend" der örtlichen Initiative "Keiner soll einsam sein". In Lüneburg laden mehrere Kirchengemeinden an drei Tagen zu einem festlichen Abend und zum Kirchencafé ein. Dabei feiern die katholischen Christen im Gemeindehaus "Heiligabend am Kamin". Am zweiten Weihnachtstag öffnet das "Christcafé" in der Kontakt- und Beratungsstelle "Wendepunkt".

In Osnabrück verbringt der katholische Bischof Franz-Josef Bode den Heiligabend traditionell mit wohnungslosen und alleinstehenden Gästen. Angebote gibt es in der kirchlichen "Wärmestube", in einem ehemaligen Franziskanerkloster und im "Laurentiushaus", einer Einrichtung des Sozialdienstes Katholischer Männer.

Ähnlich ist es in Oldenburg: Ab 18 Uhr stehen dort im "Forum St. Peter" in der Georgstraße die Türen offen. Unter dem Motto "Alleine gemeinsam feiern" gibt es Musik, Weihnachtsliedersingen, Geschichten, ein Abendessen und ebenfalls kleine Geschenke.

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