Trotz Standortschließungen will Militärseelsorge Stellen sichern

Nachricht 28. Oktober 2011

Hannover/Kiel (epd). Trotz der Bundeswehr-Reform mit Standortschließungen will die evangelische Militärseelsorge in Norddeutschland ihre Stellen möglichst vollständig behalten. Dies bekräftigte Militärdekan Armin Wenzel am Freitag gegenüber epd. "Fest steht, dass die Militärseelsorge nicht linear mit der Bundeswehr abbauen kann, da sie bei der jetzt bereits dünnen Personaldecke in der Versorgung der Auslandseinsätze an die Grenzen ihrer Belastbarkeit kommt", sagte der evangelische Theologe.

Wenzel ist verantwortlich für die Seelsorge an den Soldatinnen und Soldaten in, Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein und Hamburg. Es gibt hier 16 Stellen. Nach seinen Worten werde die Seelsorge auch dann besonders notwendig, wenn durch Standortschließungen Kummer und Leid droht. Zudem sei bei den Auslandseinsätzen geplant, künftig 10.000 statt der bislang 7.000 Soldaten einsetzen zu können. Dadurch würden auch mehr Militärseelsorger eingebunden. Bundesweit sollen 31 der insgesamt 400 Standorte geschlossen werden.
 

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28.10.2011