Podiumsdiskussion zur Präimplantationsdiagnostik am 2. November in Hannover / Kooperation zwischen ESG und MHH

Nachricht 15. Oktober 2011

„In engen Grenzen erlaubt“ ist der Titel einer Podiumsdiskussion zur Präimplantationsdiagnostik (PID) am Mittwoch, 2. November um 19 Uhr. Die Veranstaltung, eine Kooperation der Evangelischen Studentinnen– und Studentengemeinde Hannover (ESG) und der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), findet in der MHH, Carl-Neuberg-Str.1, 30625 Hannover im Gebäude J 1, Hörsaal H statt.

Was spricht für die PID, was dagegen – und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für den Umgang mit dem werdenden Leben? In der Podiumsdiskussion kommen Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Standpunkte und Professionen zu Wort:

Prof. Dr. Horst Dreier, Ordinarius für Rechtsphilosophie, Staats- und Verwaltungsrecht, Julius-Maximilians-Universität Würzburg,

Prof. Dr. Peter Hillemanns, Direktor der Klink für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Medizinische Hochschule Hannover,

Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Huber, Bischof a.D. der Evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg und ehemaliger Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche, Mitglied des Deutschen Ethikrats,

Prof. Dr. Regine Kollek, Professorin für Technologiefolgenabschätzung der modernen Biotechnologie in der Medizin, Universität Hamburg; Mitglied des Deutschen Ethikrats,

Ralf Meister, Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers,

Ulrike Riedel, Rechtsanwältin, Staatssekretärin a.D., Mitglied des Deutschen Ethikrats,

Prof. Dr. Eberhard Schwinger, Ehemal. Direktor des Instituts für Humangenetik, Universität Lübeck.

Begrüßung:
Landessuperintendentin Dr. Ingrid Spieckermann, ESG-Beiratsvorsitzende,
Dr. Andreas Tecklenburg, Vizepräsident für Krankenversorgung der MHH.

Moderation:
Dr. Fritz Anhelm, Ehemal. Direktor der Evangelischen Akademie Loccum.

Voten:
„PID ist besser als eine Schwangerschaft auf Probe, aber auch keine einfache Lösung am grünen Tisch.“ (Peter Hillemanns)

„So sehr man in bestimmten Situationen eine Hilfe durch PID wünschen mag: mit ihr wird die Tür zur Auswahl von 'lebenswertem' und zur Verwerfung von 'lebensunwertem' Leben geöffnet. Die bisherigen Maßstäbe des Schutzes menschlicher Embryonen werden sich auf Dauer nicht aufrecht erhalten lassen.“ (Wolfgang Huber)

„Ich bin ganz klar für ein Verbot, aber es muss möglich sein, dieses Verbot punktuell straffrei aufzuheben. Wir werden die Erfahrungen mit der neuen Regelung beobachten und vor allem betroffenen Paaren Beratung und Unterstützung für ihre Entscheidung anbieten.“ (Ralf Meister)

„Mit dem verabschiedeten Gesetz lässt sich die PID nicht begrenzen. Man wird immer mehr und immer mehr Embryonen brauchen.“ (Ulrike Riedel)

Kontakt:
Evangelische Studenten- und Studentinnengemeinde
Dr. Karoline Läger-Reinbold, Hochschulpastorin
Dr. Alexandra Dierks, Hochschulpastorin
Kreuzkirchhof 1-3
30159 Hannover
0511/353749-25 oder -24 (Sekr.)
info@esg-hannover.de
www.esg-hannover.de

15.10.2011