Diakonie-Projekt für Familien erhält Erbschaft von 150.000 Euro

Nachricht 13. Oktober 2011

Hildesheim (epd). Das Projekt "Familien in Not" des Diakonischen Werkes in Hildesheim wird mit Hilfe einer Erbschaft zur Stiftung ausgebaut. Eine 2009 gestorbene Frau habe in ihrem Testament rund 150.000 Euro für ein Waisenhaus bestimmt, teilte der evangelisch-lutherische Kirchenkreis Hildesheim-Sarstedt am Donnerstag mit. Da es in Hildesheim keine Waisenhäuser mehr gebe, habe eine Nachlassverwalterin das Diakonie-Projekt als sinnvolle Alternative ausgewählt.

Bislang finanzierte sich das 2009 gegründete Projekt aus Zuwendungen der Landeskirche und der Johannishofstiftung sowie über die Zusammenarbeit mit Wirtschaftsunternehmen. Als Stiftung "Familien in Not Hildesheim" könne es nun auf sichere Beine gestellt werden, sagte der neue Stiftungsvorsitzende und Superintendent des Kirchenkreises, Helmut Aßmann. Die Landeskirche steuert ein Fördergeld von 40.000 Euro bei.

Die Stiftung verstehe sich als Kontaktschleuse zu anderen Beratungsangeboten, etwa für Schwangere oder Schuldner, erläuterte Aßmann: "Es geht darum, dass die Familien eine Anlaufstelle haben, wo man sie gut kennt."

Sozialarbeiterin Anja Hoppe sagte, die Familien würden über einen möglichst langen Zeitraum betreut. Dabei kämen ganz unterschiedliche Hilfen zustande. So könne den Kindern die Mitgliedschaft in einem Sportverein ermöglicht werden, oder die Eltern würden zu Behördengängen begleitet. Im vergangenen Jahr wurden 31 Familien betreut. 2011 sind es bislang 30.

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13.10.2011