"Luther-Kreide" und "versenkter Adam" sollen Geschmack auf den Reformationstag machen

Nachricht 09. Oktober 2011

Müden/Kr. Celle (epd). Zum Reformationstag am 31. Oktober will eine
Kirchengemeinde in der Lüneburger Heide Aussagen Martin Luthers
(1483-1546) zur Taufe auf schmackhafte Weise vermitteln. In Müden bei
Celle haben Pastor Christian Berndt und Bäckermeister Michael
Hoffmann dazu Brot- und Kuchenkreationen wie den "Versenkten Adam"
aus Äpfeln in Rührteig entwickelt. "Auf 25.000 Brötchentüten wird die
Aktion erklärt", sagte der Pastor am Freitag.

Sie gehört zu den Projekten, mit denen die evangelische Kirche
bundesweit den Reformationstag verstärkt in den Blick rücken will.
Damit reagiert sie auf das aus den USA übernommene Gruselfest
"Halloween", das auch in Deutschland am 31. Oktober begangen wird.
Diesmal knüpfe die Gemeinde zudem an das "Jahr der Taufe" der
Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) an, sagte Berndt.

In den zwei Wochen vor dem Reformationstag verkauft der Bäcker
unter anderem "Luther-Kreide". "Einer Legende nach schrieb sich
Martin Luther mit Kreide immer wieder den Satz auf den Arbeitstisch:
Ich bin getauft", erläuterte Berndt. "Dies gab ihm Gewissheit und
Kraft im Kampf gegen weltliche und teuflische Mächte." Die
"Kreidestückchen" aus Baiser stünden auch im Mittelpunkt eines
Grundschul-Gottesdienstes am Reformationstag.

Bereits zum sechsten Mal bieten die Gebäck-Kreatoren "Lutherbrot",
"Luther(käse)-Füße" und "Tetzeltaler" an. "Das ist Bildung, die durch
den Magen geht", sagte Berndt. Der legendäre Thesenanschlag durch
Martin Luther (1483-1546) am 31. Oktober 1517 war der Auslöser für
die Reformation.

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9.10.2011