Die Abkündigungen direkt aufs iPhone - Nordhorner Kirchengemeinden gehen neue Wege in der Öffentlichkeitsarbeit

Nachricht 07. Oktober 2011

Die drei lutherischen Kirchengemeinden der Stadt Nordhorn gehen neue Wege auf dem Feld der Öffentlichkeitsarbeit. Zeitgleich mit der Präsentation ihres Logos für „Lutherisch in Nordhorn“ veröffentlichten sie kürzlich ihr vollständig überarbeitetes Gemeindemagazin, ein neues Internetportal und Anwendungen für internetfähige Mobiltelefone. „Die Medienlandschaft hat sich geändert und darauf wollen wir uns auch als Kirchengemeinden einstellen.“

Diese Erkenntnis stand am Anfang eines einjährigen Prozesses, bei dem sich die drei beteiligten Kirchengemeinden zunächst auf das gemeinsame Motto „Lutherisch in Nordhorn“ verständigten. Daraufhin entwickelten sie in Zusammenarbeit mit der Nordhorner Designerin Simone van Nes ein sog. Corporate Design. „Die Kirche tut so viel Gutes und es ist doch schade, wenn man wenig davon weiß“, gibt van Nes zu bedenken, die durch die Taufe ihres eigenen Kindes Kontakt zur Kirchengemeinde bekam und daraufhin ihre professionelle Hilfe anbot. Angefangen von einer einheitlichen Farbgebung bis hin zum neuen Logo, das die Lutherrose in stilisierter Form aufnimmt, erhoffen sich die Gemeinden einen hohen Wiedererkennungswert.

Pastor Simon de Vries, der seit 2010 als Pastor in Nordhorn tätig ist, konnte im Entwicklungsprozess sein Hobby mit dem Beruf verbinden: „Webseiten- und Layoutgestaltung hat mir schon immer Freude bereitet. Und hier die Möglichkeit zu haben, Internetportal und Gemeindemagazin für die eigenen Kirchengemeinden zu gestalten, war natürlich wunderbar“, berichtet de Vries. So sind die Nordhorner Kirchengemeinden die ersten Kirchengemeinden in Deutschland überhaupt, die auch eine Anwendung für iPhone und andere Mobiltelefone entwickelt haben. In ihrer Applikation (kurz: App) bieten die lutherischen Kirchengemeinden und Kindergärten der Stadt nun die Möglichkeit, sogar unterwegs Berichte, Fotos und Videos über das lutherische Leben vor Ort abrufen zu können. Integriert ist auch eine Schnittstelle zu den eigenen Angeboten auf Facebook und Twitter. Auf die Frage, ob sich der ganze Aufwand lohne, betont Simon de Vries: „Kirche gehört doch dahin, wo die Menschen sind. Und die neuen Medien sind heute selbstverständlicher Teil des Lebens vieler Menschen, übrigens auch meines eigenen. Zudem bieten sie uns ganz neue Möglichkeiten der Kommunikation. Warum sollten wir uns als Kirche also ausgerechnet an dieser Stelle verstecken?“

Das neue Internetportal ist unter www.lutherisch-­in-­nordhorn.de erreichbar. Die Anwendungen für Mobiltelefone, die unter den Betriebssystemen iOS oder Android laufen, finden sich ebenfalls unter dem Schlagwort „Lutherisch in Nordhorn“.

7.10.11