Abschluss des Internationalen Heinrich-Schütz-Festes in Hannover

Nachricht 01. Oktober 2011

 

Das 43. Internationale Heinrich-Schütz-Fest Hannover 2011 endete am Montag, dem 3. Oktober mit dem Abschlußkonzert des Knabenchores Hannover in der Marktkirche zu Hannover. Die sechs Abendkonzerte und das Schülerkonzert wurden von über 1.600 Personen aus ganz Deutschland, Japan, Amerika, Frankreich und Schweden besucht. Die Exkursion nach Neustadt und Wunstorf wurde von über 40 Gästen gebucht. An den beiden Schulprojekten waren über 500 Schüler der Stadt und der Region Hannover.

Am Chorprojekt mit Werken von Heinrich Schütz unter der Leitung von Herrn KMD Lothar Mohn waren etwa 80 Sängerinnen und Sänger beteiligt, den Festgottesdienst in der Markuskirche besuchten über 300 Personen.

Die vorab geschätzen Besucherzahlen wurden somit auf allen Ebenen übertroffen.

Die von Schülern erarbeitete Ausstellung zu Heinrich Schütz wird noch einige Tage in der Marktkirche zu sehen sein und auch nach dem Abschluß des 43. Internationalen Heinrich-Schütz-Festes über das Leben und Wirken des Heinrich Schütz informieren.

Drei Konzerte wurden durch den NDR aufgezeichnet. Diese Konzertmitschnitte werden am 15.10., 5.11. und 19.11. auf NDR Kultur zu hören sein.

Die Veranstalter und die Ausführenden danken allen beteiligten Sponsoren, Kooperations- und Medienpartnern sowie den vielen ehrenamtlichern Helfern, die durch ihre Unterstützung die erfolgreiche Durchführung des 43. Internationale Heinrich-Schütz-Fest Hannover 2011 erst ermöglicht haben für ihre Unterstützung.

Arno Paduch, Intendant

4.10.2011

Bildergalerie und Gesamtprogramm unter www.heinrich-schuetz-fest.de

Landeskirche würdigt Komponisten Heinrich Schütz / Barockfestival 29.9. -  3.10 in Hannover

Hannover (epd). Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister hat den Musiker Heinrich Schütz (1585-1672) als ersten deutschen Komponisten von internationalem Rang gewürdigt. "Seine Musik ist kein leichtes Genussmittel, kein zweckfreies Ornament, sondern lädt zur Auseinandersetzung, zum Verstehen ein", sagte er am Donnerstagabend zur Eröffnung des Internationalen Heinrich-Schütz-Festes in Hannover. Noch bis Montag will die evangelische Landeskirche mit einem Barockfestival an Schütz erinnern.

Die Musik von Schütz habe schon zu seinen Lebzeiten nicht zum schnellen Konsum getaugt, sagte Meister laut Redemanuskript in der Marktkirche. Sie verlange Hinhören und Konzentration. Das irritiere auch die täglichen Hörgewohnheiten: Viele Menschen ließen sich eher berieseln. Kirchenmusik habe jedoch die Aufgabe, ungewohnte Perspektiven auf den Menschen, die Welt und Gott zu erschließen. "Große Kunst erweist sich darin, dass diese Deutungen auch nach Jahrhunderten noch als erhellend empfunden werden."

Der Präsident des Landeskirchenamtes, Burkhard Guntau, sagte seinem Manuskript zufolge, Schütz habe zum Beispiel mit seiner berühmten Kantate "Verleih uns Frieden gnädiglich" die Sehnsucht nach Frieden ergreifend ausgedrückt. In seinem umfangreichen Werk habe er die biblische Botschaft in Musik gefasst: "Sie erreicht bis heute unser Gemüt und Herz."

Das Festival erinnert auch an die Ursprünge Hannovers als Residenzstadt: Herzog Georg von Calenberg-Göttingen machte die Stadt 1636 zu seinem Herrschaftssitz. Zwei Jahre später berief er Schütz zum Leiter seiner Hofkapelle. Damit habe er den Grundstein für die Entwicklung der Stadt zu einem europäischen Musikzentrum ersten Ranges gelegt, hieß es. Schütz habe damals als der beste Hofkapellmeister seiner Zeit gegolten.

Der Musiker komponierte vor allem Vokalmusik zu deutschen geistlichen Texten sowohl für Hofgottesdienste und Hoffeste als auch zur Unterhaltung bei den fürstlichen Tafeln oder für politische Ereignisse. Bei dem Festival arbeitet die Kirche mit der Heinrich-Schütz-Gesellschaft und der Hochschule für Musik und Theater zusammen.

Internet: www.heinrich-schuetz-fest.de

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