Szenische Lesung Moschee DE im Haus der Religionen in Hannover

Nachricht 28. September 2011

Es ist eine wahre Geschichte: Am Rand von Berlin bricht der Krieg der Kulturen aus. Eine muslimische Gemeinde will in Heinersdorf auf einem brach liegenden Grundstück eine Moschee errichten. Anwohner schließen sich in einer Bürgerinitiative zusammen, Lokalpolitiker und Neonazis demonstrieren Hand in Hand gegen den geplanten Bau. Es kommt zu Tumulten, Brandsätze werden gelegt und Nachbarn werden zu Feinden. Ein tiefer Graben läuft durch den Vorort. Und das ganze Land schaut zu.

Das Stück "Moschee DE" nimmt diesen Fall zum Anlass für eine Forschungsreise in den deutschen Alltag. Wer stürzt sich da Hals über Kopf in den unübersichtlichen "Kampf der Kulturen"? Ein tiefer Einblick in die Gemütslage der deutschen Vororte, in denen der Islam Teil des Alltages wird. "Wir haben nichts gegen die Menschen als Menschen", aber "Diese Moslems werden unsere Parkplätze belegen."

"Moschee DE", das auf Gesprächsprotokollen mit den Protagonisten des Konflikts basiert, wurde mit dem Kulturpreis der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover ausgezeichnet und gastiert nach der Uraufführung am Schauspiel Hannover am Deutschen Theater in Berlin.

Das Buch erschien im Frühjahr 2011 zeitgleich in einer Kooperation des Lutherischen Verlagshauses Hannover (gebundene Ausgabe) und des Verbrecher Verlags, Berlin (broschierte Ausgabe).

Die Szenische Lesung im Haus der Religionen, Böhmerstraße 8 (U-Bahn-Haltestelle Geibelstraße) am 30. September um 19.30 Uhr wird vorgetragen vom einem der Autoren des Buches, Kolja Mensing, und dem Schauspieler des Staatsschauspiels Hannover, Mathias Max Herrmann. Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit dem Lutherischen Verlagshaus Hannover (LVH) organisiert. Der Eintritt ist kostenlos, um eine Spende wird gebeten.

Kontakt: Andrea Naumann; Lutherisches Verlagshaus GmbH; naumann@lvh.de

28.9.2011