Den jüdischen Gemeinden und allen jüdischen Bürgerinnen und Bürgern ein glückliches, gesegnetes und friedvolles Jahr 5772

Nachricht 28. September 2011

„Ein glückliches, gesegnetes und friedvolles Jahr 5772“ wünscht Landesbischof Ralf Meister im Namen der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers den jüdischen Gemeinden und allen jüdischen Bürgerinnen und Bürgern.

„Das jüdische Neujahrsfest ist für mich als Bischof der hannoverschen Landeskirche ein wichtiger Anlass, unsere Verbundenheit mit den jüdischen Bürgerinnen und Bürgern zum Ausdruck zu bringen. Wir teilen ein Buch und eine Hoffnung, wie Martin Buber sagt. Für diese Gemeinsamkeit bin ich sehr dankbar. Es bleibt ein Auftrag für Christinnen und Christen, die Verbundenheit mit den jüdischen Geschwistern zu bezeugen."

Der Glückwunsch des Landesbischofs zum jüdischen Neujahrsfest Rosch Haschana am 29. September wird mit einer Anzeige am 28. September in den hannoverschen Tageszeitungen und in der Neujahrsausgabe der Allgemeinen Jüdischen Wochenzeitung veröffentlicht.

„Für ein gutes Jahr möget ihr eingeschrieben und versiegelt werden“, heißt es mit den Worten des jüdischen Neujahrssegens in der Zeitungsanzeige. Ein Apfel und Honig stehen als Symbol für den Wunsch, „dass das Jahr süß werde“.

Pressestelle der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, 28.9.2011

Das Stichwort: Jüdisches  Neujahrsfest

Hannover (epd). In Israel und den jüdischen Gemeinden weltweit feiern Juden an diesem Donnerstag und Freitag das Neujahrsfest Rosch Hashana ("Haupt des Jahres"). Damit begrüßen die Juden das Jahr 5772 nach der Erschaffung der Welt. Typisch für das Fest ist das Blasen des Schofar, des Widderhorns, mit dem zu Gebet und Buße gerufen wird.

Das Neujahrsfest erinnert die Juden an den Bund zwischen Gott und Israel. Die Feiertage sollen die Menschen veranlassen, in sich zu gehen, sich vom Bösen abzuwenden und gut zu handeln. In der jüdischen Tradition hat das Neujahrsfest den Charakter eines Gerichtstages: Gericht Gottes über den Menschen und Rechenschaft des Menschen über sein eigenes Tun.

Religiöse Juden gehen am Vorabend von Rosch Hashana in die Synagoge und bitten um Vergebung. Zu Hause wird eine festliche Mahlzeit angerichtet, und Kerzen werden angezündet. Anders als sonst taucht der Hausherr das Brot beim Segen in Honig und nicht in Salz. Dann wünscht man sich ein "süßes Jahr".

Auf das Neujahrsfest folgen zehn Tage der Umkehr und Buße. Sie enden an Jom Kippur, dem Versöhnungstag (8. Oktober), der im jüdischen Festkalender eine entscheidende Rolle spielt. An diesem Tag wird das Schicksal des nächsten Jahres entschieden, an ihm soll man sich mit Gott und dem Nächsten versöhnen. 

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28.9.2011