Perspektiven für mehr Klimaschutz - Das Klimaschutzkonzept für die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers

Nachricht 25. September 2011

Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers erarbeitet ein integriertes Klimaschutzkonzept und leistet damit in Zukunft einen zusätzlichen Beitrag zum Klimaschutz. Energie soll effizienter eingesetzt, eingespart oder fossile durch erneuerbare Energie ersetzt und so weniger klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) ausgestoßen werden. „Mit dem integrierten Klimaschutzkonzept macht die Landeskirche einen weiteren Schritt in Richtung Klimaschutz und Nachhaltigkeit“, erklärt Reinhard Benhöfer, Umweltexperte der hannoverschen Landeskirche.

Die Landessynode hatte im Jahr 2007 alle Kirchenkreise gebeten, in einem Zehnjahreszeitraum speziell in den Gebäuden insgesamt 25 % der CO2-Emissionen einzusparen. Die Landeskirche trägt so ihren Teil dazu bei, dass die Klimaschutzziele der Bundesregierung erreicht werden können: Bis 2020 soll Deutschland seinen CO2-Ausstoß um 40 Prozent gegenüber 1990 verringern.

In diesem Rahmen werden alle klimarelevanten Bereiche wie die eigenen Liegenschaften, Flächennutzung, Mobilität und Beschaffung untersucht. So kann festgestellt werden, wo Energie eingespart und der CO2-Ausstoß gesenkt werden kann. Das Ergebnis ist ein Katalog mit konkreten Maßnahmen. Zentrale Bedeutung hat dabei die möglichst breite und umfassende Beteiligung der Akteure vor Ort aus den Kirchenkreisen und Gemeinden. Hier werden auch die Erfahrungen und das Wissen der Gemeinden einfließen, die bereits erste Schritte in Richtung mehr Klimaschutz gemacht haben und am kirchlichen Umweltmanagement „Der Grüne Hahn“ teilgenommen haben.

Neben dem Beitrag zum Klimaschutz werden die vorgeschlagenen Maßnahmen auch einen Beitrag zur finanziellen Entlastung der kirchlichen Haushalte leisten, denn eingesparte Energie bedeutet auch eingesparte Energiekosten.

Das Projekt wird gefördert mit Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums (BMU). Mit der Klimaschutzinitiative setzt die Bundesregierung die Erlöse aus dem Handel mit CO2-Emissionsrechten gezielt für den Klimaschutz ein; dabei übernimmt das BMU 65 Prozent der Kosten, 35 Prozent die Landeskirche. Mit der Erarbeitung des Konzepts ist die target GmbH aus Hannover beauftragt. Im September 2012 soll das Handlungskonzept fertig gestellt sein.

Weiterführende Informationen zur Klimaschutzinitiative des BMU finden Sie unter: www.bmu-klimaschutzinitiative.de

Ansprechpartner für Rückfragen ist Reinhard Benhöfer im Landeskirchenamt in Hannover,
Telefon: 0511 1241-559
benhoefer@kirchliche-dienste.de

25.9.2011