Hildesheimer Citykirche schließt für 20 Monate

Nachricht 22. September 2011

Hildesheim (epd). Die evangelische Citykirche St. Jakobi in Hildesheim schließt von Oktober an für 20 Monate ihre Türen, um sich neu auszurichten. "Wir wollen nicht einfach weitermachen wie bisher, um dann irgendwann erkennen zu müssen, dass wir das Althergebrachte nicht mehr finanzieren können", teilte Superintendent Helmut Aßmann am Mittwoch mit. In unmittelbarer Nähe liegen die drei Innenstadtgemeinden St. Andreas, Lamberti und Michaelis.

Klar sei, dass St. Jakobi eine Kirche bleiben soll, sagte Aßmann. Es gelte zu überlegen, welche Funktion sie in Zukunft haben soll und wie das Kirchengebäude finanziell gesichert werden könne. Ein Kuratorium erörtert momentan unterschiedliche bauliche, personelle und konzeptionelle Perspektiven.

Die Entscheidung, eine Kirche nicht erst dann zu schließen, wenn die finanziellen Möglichkeiten vollkommen erschöpft sind, könnte Aßmann zufolge richtungsweisend sein. Schließlich stünden viele Kirchengemeinden in Deutschland vor notwendigen Veränderungen. Die große Chance der Jakobikirche liege darin, dass sie als offene Kirche keine gemeindlichen Strukturen habe. Sie solle ein offener kirchlicher Ort bleiben. Es müsse jedoch ein klarer Mehrwert für die umliegenden Kirchen erkennbar sein.

Pastorin Nora Steen sagte, diese Entscheidung sei auch schmerzhaft. "St. Jakobi ist über die Jahre zur Heimat für viele geworden." Es biete sich aber jetzt die Möglichkeit, die Kirche als Ort zwischen der künftigen Arnekengalerie und dem Kaufhaus Galeria Kaufhof auf Zukunft hin zu entwickeln.

Die Wiedereröffnung ist für Ostern 2013 geplant. Trotz Schließung soll der weihnachtliche Rastplatz wie gewohnt stattfinden. Auch die Schulgottesdienste sowie weitere Einzelveranstaltungen fänden weiterhin statt.

Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen

21.9.2011