Ökumenischer Gottesdienst für Demenzerkrankte, Angehörige und Pflegende zum Weltalzheimertag

Nachricht 14. September 2011

Die evangelische Landessuperintendentin Dr. Ingrid Spieckermann, Schirmherrin der Alzheimer Gesellschaft Hannover e.V., und der katholische Propst Martin Tenge laden zusammen mit der Alzheimergesellschaft Hannover und der Henriettenstiftung Altenhilfe gGmbH anlässlich des Welt-Alzheimertages (21.9.) zu einem Ökumenischen Gottesdienst am Sonntag, 18. September 2011, 11.00 Uhr, in die Neustädter Hof- und Stadtkirche Hannover. Unter dem Motto „Weil du mir lieb und teuer bist“ (Jes. 43,1-4a.5a) richtet er sich besonders an Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen, Pflegenden, Bekannten und Freunde. Musikalisch begleitet wird der Gottesdienst vom Chor der Henriettenstiftung und dem Kreis Henri-Instrumental unter der Leitung von Kantorin Schwester Anke-Christina Müller. Die Predigt hält Propst Martin Tenge. Am Ende des Gottesdienstes laden beide Geistliche zu einer persönlichen Segnung ein. Zum ersten Mal wird ein Transportdienst zum Gottesdienst angeboten, der durch die Firma Fresenius gesponsert wird. Wer den Fahrdienst nutzen möchte, kann sich an Joachim Goldschmidt, Tel.: 0511/65 22 39 wenden.

„Ich freue mich, dass wir in diesem Jahr durch freundliches Sponsoring erstmalig in der Lage sind, Menschen aus Pflegeeinrichtungen professionell transportieren zu können. Gerade Menschen mit Demenz, ihre Angehörigen, Freunde und Pflegenden brauchen Ermutigung und Stärkung durch die Freude und Erleben eines gemeinsamen Gottesdienstes. Dazu sind alle eingeladen“, sagt Landesuperintendentin Spieckermann.

Zur Alzheimer Gesellschaft Hannover e.V. haben sich Menschen zusammengeschlossen, die als Familienangehörige Demenz- oder Alzheimererkrankte betreuen oder beruflich in diesem Bereich tätig sind. Die Gesellschaft will vor allem durch Information und Beratung die Betreuenden in ihrer Arbeit unterstützen und so zu einem würdevollen Leben der Erkrankten beitragen.

Die Alzheimer-Krankheit ist eine hirnorganische Krankheit. Hauptkennzeichen ist der langsame Untergang der Nervenzellen und Nervenzellkontakte. Die Krankheit ist mit steigendem Lebensalter stärker verbreitet, kann aber auch schon vor dem 50. Lebensjahr auftreten. Gedächtnis- und Orientierungsstörungen sowie Störungen des Denk- und Urteilsvermögens erschweren den Alltag von Erkrankten und deren Angehörigen. Erkrankte und Betreuende sind daher auf Hilfe und Unterstützung angewiesen. Durch die unterschiedlichen Lebensläufe, die soziale Situation, die persönlichen Kompetenzen und letztlich durch die ökonomische Situation müssen für jeden Fall spezifische und individuelle Lösungen gefunden werden.

Der Sprengel Hannover umfasst die Region Hannover und Teile der Landkreise Nienburg und Schaumburg. In ihm leben rund 620.000 Mitglieder der Evangelisch-lutherischen Landeskirche. Als Regionalbischöfin steht ihm Landessuperintendentin Dr. Ingrid Spieckermann vor.
 

Stefan Heinze, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit im Ev.-luth. Sprengel Hannover

www.sprengel-hannover.de