Friedensgebet: Religionen distanzieren sich von Krieg und Terror

Nachricht 12. September 2011

Hannover (epd). Vertreter von fünf Weltreligionen haben am Sonntag in Hannover im Gedenken an die Terroranschläge vom 11. September vor zehn Jahren zum Frieden aufgerufen. Der muslimische Sprecher des "Rates der Religionen" in der Stadt, Hilal Al-Fahad, wandte sich strikt gegen jede Form von Krieg und Terror: "Es gibt keinen heiligen Krieg, keinen gerechten Krieg, keinen anständigen Krieg", betonte er bei der Feier.

Terrorismus könne durch keine Religion gerechtfertigt werden. "Terrorismus ist und bleibt menschenverachtend und widerspricht den Geboten des Schöpfers allen Seins", sagte der aus dem Irak stammende A-Fahad.

Für die Christen zitierte der evangelisch-lutherische Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann die biblischen Seligpreisungen, in denen Jesus die Friedfertigen und Sanftmütigen hervorhebt. Jesu Friedensbotschaft liege "quer zu allen scheinbar so wichtigen Ordnungen des Erfolges und der Macht". Sie stelle alle Regeln infrage, mit denen die Welt bis heute beherrscht werde.

Neben Christen, Juden, Muslimen, Buddhisten, Hindus und einer Vertreterin der Baha'i-Religion beteiligten sich an den insgesamt zwölf Voten auch der religionskritische Humanistische Bund und Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD). Nach jedem Beitrag stellte jeweils ein Kind eine Blume in eine große, in der Mitte stehende Blumenvase. Zum Abschluss der Feier vor dem Neuen Rathaus tauschten die Besucher Friedenszeichen aus.

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12.9.2011