Religionen in Hannover rufen am 11. September zum Frieden auf

Nachricht 09. September 2011

Hannover (epd). Angesichts der Terroranschläge vom 11. September vor zehn Jahren rufen die Religionsgemeinschaften in Hannover zum Frieden auf. Bei einer Gedenkstunde am 11. September wollen Vertreter von fünf Weltreligionen Gebete und Gedanken zu Frieden und Versöhnung vortragen. "So unterschiedlich wir auch sind, darin sind wir uns einig, dass wir eine gemeinsame Heimat haben wollen", sagte der Muslim Hamza Dehne vom "Forum der Religionen".

Neben Christen, Juden, Muslimen, Buddhisten, Hindus und einer Vertreterin der Baha'i-Religion beteiligt sich auch der religionskritische Humanistische Bund. Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) wird sich für die Stadtgesellschaft äußern. Die Gedenkstunde beginnt um 15 Uhr vor dem Neuen Rathaus.

Im Vorfeld rief der evangelische Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann dazu auf, den Weg des Dialogs der Religionen weiterzugehen: "Unsere Aufgabe ist es, beieinander zu sein." Die Religionen hätten eine gemeinsame Verantwortung für die Stadt.

Der katholische Propst Martin Tenge betonte: "Allen Religionen geht es darum, dass Menschen in Frieden miteinander leben können." Die Anschläge vom 11. September 2001 hätten die Welt verändert und die Religionen in einen Zusammenhang mit dem Terrorismus gestellt. Das habe zu großem und undifferenziertem Misstrauen geführt.

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