Initiativen für den Erhalt der Jugendwerkstätten auf Bundesebene sind dringend

Nachricht 05. September 2011

Der Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege in Niedersachsen (LAG FW), Dr. Christoph Künkel äußerte sich erfreut über die Ankündigung der niedersächsischen Sozialministerin Aygül Özkan, weiter um die Jugendwerkstätten zu kämpfen. „Wir begrüßen die Unterstützung von Frau Özkan sehr und gehen davon aus, dass die Ministerin insbesondere den Bundestagsabgeordneten deutlich macht, was zurzeit auf dem Spiel steht.“



Künkel betonte, dass die Verantwortung für die Ausgestaltung der Instrumentenreform beim Bundestag liege: „Die Bundestagsabgeordneten müssen ihren Gestaltungspielraum nutzen. Bezeichnend ist, dass das Land Niedersachsen keine Kürzung bei den Jugendwerkstätten vorsieht. Die ehemalige niedersächsische Sozialministerin von der Leyen dagegen setzt jetzt als Bundesarbeitsministerin mit dem von ihr vorgelegten Gesetzesentwurf die Existenz der von ihr damals geförderten Jugendwerkstätten aufs Spiel“, sagte Künkel.



Der LAG-FW-Vorsitzende geht weiter davon aus, dass die Bundesarbeitsministerin zu den am 18.08 in Hannover angekündigten Gesprächen auch Vertreter der Träger einlädt, und dass dies vor der Verabschiedung des Gesetzes durch den Bundestag geschieht. Bislang sei zu weiteren Gesprächen noch nicht eingeladen worden.



In der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e. V. (LAG FW e. V.) sind die sechs Niedersächsischen Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege zusammengeschlossen: Neben der Arbeiterwohlfahrt sind dies Caritas, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonisches Werk, der Paritätische Wohlfahrtsverband und die Jüdische Wohlfahrt. Damit repräsentiert die LAG FW e. V. etwa 6 000 soziale Einrichtungen, Beratungsstellen und Dienste mit mehr als 220 000 hauptamtlichen Beschäftigten und über 500 000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Zur LAG FW e. V. gehören zudem die Landesstelle Jugendschutz, die Landesstelle für Suchtfragen, die LAG der Werkstätten für behinderte Menschen und ein Europabüro in Lüneburg.



Quelle: www.diakonie-hannovers.de