Bundesweit einmaliges "Haus der Religionen" in Hannover weitet Arbeit aus

Nachricht 01. September 2011

Hannover (epd). Das bundesweit einmalige "Haus der Religionen" in Hannover weitet seine Arbeit aus. Im August nahm mit der Religionswissenschaftlerin Eva Glungler (27) eine weitere Mitarbeiterin ihre Arbeit auf, sagte der Vorsitzende des Trägervereins, Professor Wolfgang Reinbold. Sie soll interreligiöse Initiativen in Kirchen und Gemeinden vernetzen, eine Stadtführung zu den Religionen aufbauen und die Angebote für Schulklassen weiterentwickeln.

Glungler studierte Kulturwissenschaft mit Schwerpunkt Religion an der Universität Bayreuth und interreligiöse Studien an der Universität Bamberg. Bei einem dreimonatigen Aufenthalt in Israel konzipierte sie eine Ausstellung über Christen in Jerusalem. Ihre auf drei Jahre befristete Projektstelle wird durch den Innovationsfonds der evangelischen Landeskirche finanziert.

Das "Haus der Religionen" wurde in den Räumen eines früheren evangelischen Gemeindezentrums eingerichtet. Dort begegnen sich seit 2005 Christen, Juden, Muslime, Hindus, Buddhisten und Angehörige der Bahai-Religion. Das Zentrum bietet Vorträge, Feiern, Diskussionen und Ausstellungen zu interreligiösen Themen sowie Führungen für Schüler an. Vitrinen mit Schabbatkerzen, Abendmahlskelchen, Öllampen oder Gebetsketten erinnern an die einzelnen Religionen.

Neben Glungler arbeitet bereits eine evangelische Pastorin mit halber Stelle im "Haus der Religionen". Die Einrichtung werde immer stärker nachgefragt, erläuterte Reinbold. Es gebe zahlreiche Anfragen für Besuche von Schulklassen oder für interreligiöse Angebote bei Stadtteilfesten. Die Einrichtung hat einen Jahresetat von rund 100.000 Euro. Davon kommen insgesamt rund 65.000 Euro von der evangelischen Kirche. Die Stadt steuert 35.000 Euro bei. 10.000 Euro stammen von den übrigen Gemeinschaften.

Internet: www.haus-der-religionen.de

1.9.2011