Früherer EKD-Auslandsbischof Koppe wird 70

Nachricht 20. August 2011

Hannover (epd). Der frühere Auslandsbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Rolf Koppe, wird am Sonntag 70 Jahre alt. Der international renommierte Ökumene-Experte hat sich besonders für den Dialog zwischen protestantischen und orthodoxen Kirchen eingesetzt. Im Weltkirchenrat konnte er im Streit der beiden christlichen Traditionen vermitteln. Im Amt des EKD-Auslandsbischof folgte ihm 2006 der Pfarrer Martin Schindehütte.

Seit 1993 leitete Koppe die Hauptabteilung "Ökumene und Auslandsarbeit" im EKD-Kirchenamt in Hannover. Der Theologe bereiste alle Kontinente und schuf ein weltweites seelsorgerliches und kirchenpolitisches Netzwerk. Der frühere Landessuperintendent im Sprengel Göttingen war 1993 von der EKD als Nachfolger für Bischof Heinz Joachim Held berufen worden.

1998 setzte der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) Koppe zum Ko-Moderator des Sonderausschusses für die Beziehungen zwischen protestantischen und orthodoxen Kirchen ein. Der Ausschuss war eingerichtet worden, um den Austritt der Orthodoxen aus dem rund 560 Millionen Christen zählenden Rat wegen theologischer Differenzen zu verhindern. Das protestantisch-theologische Institut Klausenburg-Hermannstadt in Rumänien verlieh Koppe 1996 die Ehrendoktorwürde.

Der gebürtige Niedersachse aus Mahlum bei Bad Gandersheim arbeitete nach seinem Theologiestudium von 1969 bis 1970 in Genf beim Lutherischen Weltbund. Bis 1973 war Koppe Gemeindepfarrer in Hannover und bis 1978 Studieninspektor am Predigerseminar in Rotenburg (Wümme). Dann wurde er Pressesprecher für die hannoversche Landeskirche und die Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen und von 1984 bis 1988 für die EKD. Koppe ist Vater zweier Töchter.

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21.8.2011