Festgottesdienst im Christuspavillon Volkenroda mit den Bischöfen der hannoverschen und der mitteldeutschen Landeskirche

Nachricht 20. August 2011

Hannover/Mühlhausen (epd). Mit einem Festgottesdienst haben die hannoversche und mitteldeutsche Landeskirche am Sonntag an die Umsetzung des Christus-Pavillons von der Expo 2000 ins thüringischen Kloster Volkenroda vor zehn Jahren erinnert. Mit dem 3.000 Quadratmeter großen Bau aus Stahl, Glas und lichtdurchlässigem Marmor hatten sich die Kirchen bei der fünfmonatigen Weltausstellung zur Jahrtausendwende in Hannover präsentiert. Danach wurde er in 2.000 Teile zerlegt und in Volkenroda bei Mühlhausen wieder aufgebaut.

Der Christus-Pavillon verbinde zwei Orte von größter Gegensätzlichkeit, sagte der hannoversche Landesbischof Ralf Meister in seiner Predigt. Von einem hektischen Messeplatz an der Autobahn sei er an einen beschaulichen Ort der Stille gekommen. "Weiter konnte die Wanderung dieses Raumes von einem Ort zum andern nicht sein."

Einst habe er im Zentrum eines "innovativen Wettkampfes neuer Gedanken und Techniken" gestanden, heute diene er der Jahrhunderte alten Ruhe der religiösen Tradition. Auch die mitteldeutsche Bischöfin Ilse Junkermann aus Magdeburg würdigte das innovative Bauwerk des Hamburger Architekten Meinhard von Gerkan mit seinen futuristischen Glasquadraten im Stecksystem.

Der mehr als acht Millionen Euro teure Pavillon war überwiegend von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Sponsoren, vornehmlich aus der Stahlindustrie, finanziert worden. Durch die Kombination aus Event und nachhaltiger Nutzung konnte die Kirche zahlreiche Geldgeber gewinnen. Die Umsetzung des 800 Tonnen schweren Gebäudes nach Volkenroda mit rund hundert Tiefladern kostete noch einmal 4,5 Millionen Euro.

Während der Expo besuchten rund 1,8 Millionen Menschen den 18 Meter hohen würfelförmigen Sakralraum, der von einem Kreuzgang umgeben wird. In Volkenroda kommen den Angaben zufolge rund 40.000 Gäste pro Jahr zu Gebetszeiten, Gottesdiensten und Kulturveranstaltungen. Der moderne Bau ergänzt hier die historische Klosterkirche.

Das 1131 gegründete frühere Zisterzienserkloster Volkenroda wird heute von der ökumenischen Jesus-Bruderschaft betrieben. Sie unterhält Verbindungen zur hannoverschen Landeskirche, weil Mönche aus Volkenroda 1163 das Kloster Loccum nahe Hannover gründeten. Zu den Höhepunkten des Festwochenendes gehörten eine Nachtführung im Pavillon und eine Aufführung der szenischen Kantate "Carmina Burana" von Carl Orff.

Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen.de

21.8.2011

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Landeskirchen feiern zehn Jahre Christus-Pavillon in Volkenroda

Hannover/Mühlhausen (epd). Die hannoversche und die mitteldeutsche Landeskirche erinnern mit einem Festwochenende an die Einweihung des Christus-Pavillons im thüringischen Kloster Volkenroda vor zehn Jahren. Mit dem 3.000 Quadratmeter großen Bau präsentierten sich die christlichen Kirchen bei der Weltausstellung Expo 2000 in Hannover, bevor er zerlegt und in Volkenroda bei Mühlhausen wieder aufgebaut wurde.

Zu den Höhepunkten des Festwochenendes gehören eine Open-Air-Aufführung der Carmina Burana von Carl Orff am Samstagabend und ein Festgottesdienst am Sonntag mit den Bischöfen Ralf Meister aus Hannover und Ilse Junkermann aus Magdeburg. Das 1131 gegründete frühere Zisterzienserkloster in Volkenroda wird heute von der ökumenischen Jesus-Bruderschaft betrieben. Es ist geschichtlich mit dem Kloster Loccum zwischen Weser und Steinhuder Meer verbunden, einem geistlichen Zentrum der hannoverschen Landeskirche.

Während der Expo hatten rund 1,8 Millionen Menschen den Christus-Pavillon besucht. In Volkenroda zählt er den Angaben zufolge zu Gebetszeiten, Gottesdiensten und Kulturveranstaltungen rund 40.000 Gäste im Jahr.

Internet: www.kloster-volkenroda.de

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20.8.2011