Friedensmeditationen am Hiroshima-Gedenktag in Hannover

Nachricht 02. August 2011

Hannover (epd). Mit Meditationen, Gebeten und einem Konzert erinnern die Hannoveraner am Sonnabend an den Atombombenabwurf auf das japanische Hiroshima vor 66 Jahren. Verschiedene Religionsgemeinschaften werden den Tag in der Ruine der St. Aegidienkirche in der Innenstadt gestalten, teilte der evangelische Stadtkirchenverband mit. "Unsere Vorstellungskraft versagt, wenn wir an das Leid denken, das durch Atomwaffen ausgelöst wird", schreibt Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) in einem Grußwort zu dem Gedenktag.

Die Ruine der Kirche, die im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, dient heute als Antikriegsdenkmal. Um 8.15 Uhr wird wie in jedem Jahr am 6. August die japanische Friedensglocke im barocken Turm geläutet. Sie war 1985 ein Geschenk der Stadt Hiroshima, die seit 1983 mit Hannover als Partnerstadt verbunden ist. Die Andacht hält die hannoversche Superintendentin Martina Szagun, die gemeinsam mit Weil einen Kranz niederlegen wird.

Zwischen 9 und 18 Uhr sind jeweils zur vollen Stunde Friedensmeditationen geplant. Um 18 Uhr beginnt eine multireligiöse Andacht. Den ganzen Tag über arbeiten Künstler an Steinskulpturen. Im ehemaligen Chorraum werden Bilder von hannoverschen Schülern zum Thema Frieden gezeigt. Ab 19.30 Uhr ist eine szenische Aufführung mit japanischen Kompositionen zu hören. Zum Abschluss um 21.45 Uhr werden am Maschteich zur Erinnerung an die Opfer Papierlaternen zu Wasser gelassen.

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2.8.2011