Landesbischof ruft nach Besuch beim Lutherischen Weltbund zu weiteren Hilfen für Ostafrika auf

Nachricht 29. Juli 2011

Hannover (epd). Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister ruft zu weiteren Hilfen für die Hungernden in Ostafrika auf. Er ermutigte die mehr als 1.500 Kirchen- und Kapellengemeinden der Landeskirche dazu, in ihren Gottesdiensten Geld zu sammeln. "Das Werben für die Unterstützung des Engagements unter anderem der Diakonie Katastrophenhilfe und des Lutherischen Weltbundes muss verstärkt werden", sagte er am Freitag dem epd in Hannover. Meister war erst in der Nacht von seinem Antrittsbesuch beim Lutherischen Weltbund (LWB) in Genf zurückgekehrt.

Meister stellte den aktuellen Hilfseinsatz des Lutherischen Weltbundes in Kenia heraus. Hier verwaltet dessen Hilfsorganisation "Weltdienst" das weltgrößte Flüchtlingslager Dadaab der UN. In dem überfüllten Camp halten sich mehr als 400.000 Flüchtlinge aus Somalia auf. Es gelte nicht nur, der humanitären Katastrophe Herr zu werden, sondern es gehe auch um eine extrem kritische politische Lage, sagte Meister.

Der Bischof warb dafür, bei sich anbahnenden Katastrophen wie in Ostafrika schneller einzuschreiten: "Das Schlimmste ist, wenn man von Experten hört, wir haben im November schon gewusst, dass so etwas passiert. Wir müssen früher handeln."

Meister hatte vor gut vier Monaten sein Amt als Bischof der größten evangelischen Landeskirche in Deutschland angetreten. Es sei positiv aufgenommen worden, dass seine erste Auslandsreise ihn nach Genf zu den ökumenischen Verbänden Lutherischer Weltbund und Weltkirchenrat geführt habe, sagte der Bischof. Ziel seiner Reise sei es gewesen, sich über die Perspektiven und Herausforderungen der weltweiten Gemeinschaft lutherischer Kirchen zu informieren.

Der Lutherische Weltbund zählt nach eigenen Angaben 145 Mitgliedskirchen, denen rund 70 Millionen Christinnen und Christen in 79 Ländern angehören. Die hannoversche Landeskirche engagiert sich seit der Gründung der Organisation im Jahr 1947 in der Gemeinschaft.

Internet: www.lutheranworld.org, www.dnk-lwb.de

Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen

29.7.2011

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Sozialdiakonische Hilfsgeste als ein starkes Zeichen des Glaubens
Landesbischof von Hannover zu Gast beim LWB

Genf, 28. Juli 2011 (LWI) – Beeindruckt von der Arbeit des Lutherischen Weltbundes (LWB) zeigte sich der Bischof der grössten deutschen lutherischen Landeskirche, Bischof Ralf Meister aus Hannover. Bei seinem ersten Auslandsbesuch informierte sich Meister in Genf über die Aktivitäten des LWB und ganz besonders über die aktuelle Lage im Flüchtlingslager Dadaab in Kenia, das von der LWB Abteilung für Weltdienst (AWD) verwaltet wird.

Landesbischof Meister lobte die hohe Kompetenz des LWB im sozialen Engagement. Er wünsche sich, dass diese Kompetenz in Zukunft noch mehr auch in der deutschen Öffentlichkeit bekannt würde.

Dass der LWB von Anfang an, seit seiner Gründung im Jahr 1947, sich die Flüchtlingsarbeit auf die Fahnen geschrieben habe, sei bemerkenswert und würde mit dazu beitragen, dass heute eine so hohe Anerkennung seiner Arbeit weltweit vorhanden wäre.

Es gefalle ihm, dass der LWB in seinem sozialdiakonischen Engagement keine konfessionelle Engführung praktiziere, sondern mit seiner Hilfsgeste ein starkes Zeugnis des Glaubens gebe.

Beeindruckt zeigte sich der hannoversche Bischof auch von der „souveränen strategischen Positionierung des LWB“. Er habe den Eindruck, dass man hier „angesichts der grossen Herausforderung substantiell und kompetent Veränderungen angeht“.

Im Hinblick auf das Reformationsjubiläum im Jahr 2017, sagte Meister, es sei unbedingt nötig, dass bei diesen Feierlichkeiten auch in Deutschland ein „markanter internationaler Akzent“ gesetzt werden müsse.

Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers ist seit 1947 Mitglied im LWB und hat rund 2.9 Mio Mitglieder. (242 Wörter)

Der LWB ist eine Gemeinschaft lutherischer Kirchen weltweit. 1947 in Lund (Schweden) gegründet, zählt er inzwischen 145 Mitgliedskirchen, denen rund 70 Millionen ChristInnen in 79 Ländern weltweit angehören. Der LWB handelt als Organ seiner Mitgliedskirchen in Bereichen gemeinsamen Interesses, z. B. ökumenische und interreligiöse Beziehungen, Theologie, humanitäre Hilfe, Menschenrechte, Kommunikation und verschiedene Aspekte von Missions- und Entwicklungsarbeit. Das LWB-Sekretariat befindet sich in Genf (Schweiz).

Lutherische Weltinformation (LWI), info@lutheranworld.org