Festwochenende 19.-21.8.2011 zum zehnjährigen Jubiläum des Christus-Pavillons in Volkenroda / Landesbischof Meister: Kirche für Vorübergehende am Ort dauerhaften Glaubens

Nachricht 29. Juli 2011

Hannover/Volkenroda (epd). Mit einem Festwochenende erinnern die hannoversche und die mitteldeutsche Landeskirche vom 19. bis zum 21. August an die Einweihung des Christus-Pavillons im thüringischen Kloster Volkenroda vor zehn Jahren. Mit dem 3.000 Quadratmeter großen Bau präsentierten sich die christlichen Kirchen bei der Weltausstellung Expo 2000 in Hannover, bevor er zerlegt und in Volkenroda bei Mühlhausen wieder aufgebaut wurde. "Er ist ein Band zwischen den Landeskirchen und ein schönes Zeichen für die deutsche Einheit", sagte der Pfarrer des Christus-Pavillons, Albrecht Schödl, am Freitag in Hannover.

Zu den Höhepunkten des Festwochenendes gehören eine Open-Air-Aufführung der Carmina Burana von Carl Orff und ein Festgottesdienst mit den Bischöfen Ralf Meister (Hannover) und Ilse Junkermann (Magdeburg). Der mehr als acht Millionen Euro teure Christus-Pavillon war vor allem von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Sponsoren, vornehmlich aus der Stahlindustrie, finanziert worden. Die Umsetzung nach Volkenroda mit 100 Tiefladern kostete noch einmal rund 4,5 Millionen Euro. Während der Expo besuchten rund 1,8 Millionen Menschen den Christus-Pavillon. In Volkenroda zählt er den Angaben zufolge zu Gebetszeiten, Gottesdiensten und Kulturveranstaltungen rund 40.000 Gäste im Jahr.

Das 1131 gegründete frühere Zisterzienserkloster in Volkenroda wird heute von der ökumenischen Jesus-Bruderschaft betrieben. Einige Mönche riefen dann 1163 das Kloster Loccum ins Leben, das inzwischen zur hannoverschen Landeskirche gehört.

Bischof Meister sagte, der Christus Pavillon sei von einem Ort des vorübergehenden Blitzlichtgewitters auf der Expo mit dem Kloster an einen Ort gezogen, der für die Dauerhaftigkeit des christlichen Glaubens stehe. "Das ist das, was mich fasziniert hat." Er erinnerte daran, dass zur Expo im Jahr 2000 in der hannoverschen Landeskirche zwei Kirchen gebaut wurden. Neben dem Christus-Pavillon, den der Architekt Meinhard von Gerkan aus Stahl, Glas und Marmor entworfen hat, war das die hölzerne "Eine-Welt-Kirche" im Heideort Schneverdingen. "Beide sind vollkommen unterschiedlich, aber beide sind nachhaltig."

Internet: www.kloster-volkenroda.de

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29.7.2011