Immer mehr Niedersachsen suchen Lebensberatung auf

Nachricht 25. Juli 2011

Hannover (epd). Immer mehr Niedersachsen suchen in Krisen die Hilfe von Lebensberatungsstellen. In die 32 Einrichtungen in der hannoverschen Landeskirche kamen im vergangenen Jahr mehr als 20.900 Menschen. Dem Jahresbericht zufolge waren das gut 600 mehr als 2009. "Beziehungskrisen und drohende Trennung oder Scheidung und die davon betroffenen Kinder sind besonders häufige Gründe, eine Beratungsstelle aufzusuchen", sagte der Leiter der Hauptstelle für Lebensberatung, Reinhard Vetter.

Auch psychische Krisen und Selbstwertprobleme bedrücken dem Bericht zufolge viele Ratsuchende. Positiv sei, dass immer mehr Menschen sich aktiv um Hilfe bemühten. Nach wie vor seien es mit 70 Prozent vor allem Frauen, die sich an die Berater wenden. In der Vergangenheit sei jedoch die Aufgeschlossenheit der Männer gewachsen. Eine deutliche Mehrheit der Beratenen ist in der Lebensmitte zwischen 35 und 55 Jahren.

Der Beratungsbedarf werde vermutlich weiter wachsen, heißt es. Allerdings werde sich das Angebot durch die sinkenden Finanzmittel der evangelischen Landeskirche spürbar verringern. Dadurch stiegen die Wartezeiten trotz der Einführung von schnellen Hilfen wie "offenen Sprechstunden". In der größten evangelischen Landeskirche in Deutschland sind rund 180 Fachkräfte in den Beratungsstellen tätig. 15 Einrichtungen haben einen Schwerpunkt in der Erziehungsberatung.

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25.7.2011