Psychologe Faix fordert in der Evangelischen Zeitung mehr Unterstützung für Familien

Nachricht 22. Juli 2011

Hannover/Hamburg (epd). Der Psychologe und Pädagoge Wilhelm Faix fordert mehr Unterstützung für Familien. "Unsere Gesellschaft muss endlich begreifen, dass Familie keine Privatsache ist", schreibt der Dozent des Theologischen Seminars im bayerischen Adelshofen in der "Evangelischen Zeitung", die am Wochenende in Hannover und Hamburg erscheint: "Vom Wohlergehen der Familie hängt das Wohlergehen des gesellschaftlichen Lebens ab."

In Deutschland seien Familie und Beruf noch immer schwer zu vereinbaren, kritisierte der Autor von Büchern wie "Wieviel Vater braucht ein Kind?". Zugleich müssten Väter und Mütter ein neues Rollenverständnis finden. "Dazu gehört vor allem die Bereitschaft von Mann und Frau, Haushalt und Erziehung gemeinsam zu bewältigen." Dazu seien derzeit nach Umfragen aber nur rund 20 Prozent der Väter bereit. "Väter sind für Kinder genauso wichtig wie Mütter", betonte Faix.

Kinder bräuchten Zeit mit ihren Eltern, um eine sichere Bindung aufzubauen, sagte der Dozent der Ausbildungsstätte eines freien evangelischen Missionswerkes. "Diese Beziehung ist gefährdet, wenn Eltern das sozial-emotionale Miteinander vernachlässigen, oder wenn ein Kind zu schnell oder nicht sorgsam genug in eine Fremdbetreuung kommt." Faix empfiehlt Eltern ein gemeinsames Abendritual mit ihren Kinder wie ein Gebet oder das Singen. Das gebe den Kindern Geborgenheit und sei auch für die Eltern eine Kraftquelle.

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22.7.2011