Hildesheimer Weltkulturerbe erhält goldene Turmspitzen

Nachricht 15. Juli 2011

Hildesheim (epd). Die zum Weltkulturerbe zählende St. Michaeliskirche in Hildesheim hat am Sonnabend goldene Turmspitzen erhalten. Bei strahlendem Sommerwetter setzten Handwerker ein vergoldetes Kugelkreuz mit einem Wetterhahn auf den westlichen Hauptturm. Die beiden westlichen Rundtürme wurden mit kleineren Kugeln geschmückt. Zur "Bekrönungsfeier" versammelten sich rund 100 Menschen zu Posaunenklängen vor der Kirche und beobachteten, wie der neue Turmschmuck in der Mittagssonne glänzte.

Vorausgegangen war eine Kehrtwende des Kirchenvorstandes: Die evangelische Gemeinde hatte im vergangenen Jahr zunächst eine anonyme Spende von 50.000 Euro für die Vergoldung der Turmspitzen abgelehnt, weil sie angesichts gesellschaftlicher Armut und Sparrunden in der Kirche ein falsches Zeichen darin sah. Im Mai revidierte sie diesen Beschluss.

Inzwischen sei deutlich geworden, dass die Vergoldung nicht auf die befürchtete Ablehnung stoße, sagte Kirchenvorsteher Bernhard Isermeyer. Der einst anonyme Spender und seine Motive seien dem Gemeindepastor mittlerweile bekannt.

Hildesheims Bürgermeister Kurt Machens sagte in einem Grußwort, die sanierte St. Michaeliskirche werde viele Touristen in die Stadt locken. Die Stadt lässt derzeit für zwei Millionen Euro die Straßen rund um den Michaelishügel sanieren. Der Michaelis-Freundeskreis rief zu Spenden für ein neues Kupferdach auf, das rund 60.000 Euro kosten soll. Im kommenden Jahr sollen auch die drei Türme auf der Ostseite der Kirche im Zuge der Sanierungsarbeiten mit vergoldeten Kugeln und einem Turmkreuz verziert werden.

Die St. Michaeliskirche feierte im vergangenen Jahr ihr 1.000-jähriges Gründungsjubiläum. In den vergangenen sechs Jahren flossen rund zehn Millionen Euro in die Sanierung des Weltkulturerbes und seines Umfeldes. Bei der Bekrönungsfeier sprach die Gemeinde ein Dankgebet, dass während der Arbeiten bisher niemand zu Schaden kam. Das romanische Bauwerk, konstruiert nach einer religiösen Zahlensymbolik, war 1011 als Grabeskirche des Bischofs Bernward von Hildesheim (etwa 960-1022) gegründet worden

16.7.2011

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Hildesheim (epd). Nach einer Kehrtwende des Kirchenvorstandes bekommt die zum Weltkulturerbe zählende St. Michaeliskirche in Hildesheim an diesem Wochenende doch goldene Turmhauben aufgesetzt. Die evangelische Gemeinde hatte im vergangenen Jahr zunächst eine anonyme Spende von 50.000 Euro für die Vergoldung der Turmhauben abgelehnt, weil sie angesichts der Diskussion um Armut und Sparrunden in der Kirche ein falsches Zeichen darin sah. Im Mai revidierte sie diesen Beschluss.

Nun sei für Sonnabend um 11 elf Uhr eine "Bekrönungsfeier" geplant, sagte Kirchenvorsteher Bernhard Isermeyer dem epd am Freitag. Auf den westlichen Hauptturm soll dann ein vergoldetes Kugelkreuz aufgesetzt werden, die beiden westlichen Rundtürme werden mit kleineren Kugeln geschmückt. Inzwischen sei deutlich, dass die Vergoldung nicht auf die befürchtete Ablehnung stoße, sagte Isermeyer. "Zudem sind unserem Gemeindepastor der anonyme Spender und dessen Motive mittlerweile bekannt."

Zur Bekrönungsfeier werde er auch ein Dankgebet sprechen, erläuterte der Kirchenvorsteher. "Wir wollen dafür danken, dass während der gesamten Bauzeit in und an der St. Michaeliskirche keine großen Unglücke passiert sind." In den vergangenen sechs Jahren wurden laut Isermeyer mehrere Millionen Euro in die Sanierung des Weltkulturerbes investiert. Im kommenden Jahr sollen auch die drei Türme auf der Ostseite im Zuge weiterer Sanierungsarbeiten mit vergoldeten Kugeln und einem Turmkreuz verziert werden.

Die St. Michaeliskirche feierte im vergangenen Jahr ihr 1.000-jähriges Jubiläum. Das romanische Bauwerk, konstruiert nach einer religiösen Zahlensymbolik, war 1011 als Grabeskirche des Bischofs Bernward von Hildesheim (etwa 960-1022) gegründet worden.

15.7.2011

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