Informationen zum Einsatz der Kirchen angesichts der Dürre in Ostafrika

Nachricht 13. Juli 2011

Hannover (epd). Die deutschen Kirchen haben zu Hilfen für die Dürre-Opfer am Horn von Afrika aufgerufen. "Bitte nehmen Sie sich ihre Not zu Herzen: Schließen Sie die Menschen in Ostafrika in Ihr Gebet ein und unterstützen Sie die Hungernden mit Ihrer Spende", appellieren der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, und der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, am Freitag an die Bürger. Millionen Menschen seien in Ostafrika nach mehreren ausbleibenden Regenzeiten am Ende ihrer Kräfte.

Die Hilfswerke der katholischen und evangelischen Kirche Caritas international und Diakonie Katastrophenhilfe versorgten die Bevölkerung im kriegsgebeutelten Somalia mit Lebensmitteln und Wasser. Und auch in Äthiopien, Kenia und dem Sudan leisten sie Nothilfe. Doch die gegenwärtige Not übersteige bei weitem die finanziellen Möglichkeiten der beiden Organisationen, betonten Schneider und Zollitsch. Man dürfe die Menschen in der Region nicht allein lassen.

Beide Hilfswerke nehmen Spenden mit dem Stichwort "Hungersnot Ostafrika" entgegen.

Diakonie Katastrophenhilfe: Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70 oder online: www.diakonie-katastrophenhilfe.de

Deutscher Caritasverband e. V. / Caritas international: Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00 oder online: www.caritas-international.de

Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen

22.7.2011

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Die beiden kirchlichen Hilfswerke Diakonie Katastrophenhilfe und Caritas international haben jetzt zusätzlich 600.000 Euro bereitgestellt, um rund 15.000 hungernde Menschen in ländlichen Gebieten mit Trinkwasser und Nahrungsmitteln zu versorgen. In der Region Galguduud wird die Partnerorganisation auch weitere Hilfsgüter wie Decken, Planen und Moskitonetze verteilen.

Täglich müssen tausende Menschen in Somalia ihre Dörfer verlassen, weil sie nichts mehr zu trinken und zu essen haben. Millionen leiden unter der schlimmsten Hungersnot seit 60 Jahren. "Die Brunnen in den Dörfern sind versiegt, die Vorräte sind aufgebraucht und die Tiere sterben", berichten die Helfer. "Die Trockenheit zerstört alles", heißt es. "Die Menschen brauchen schnell Hilfe", sagen die Mitarbeiter.

Um zu verhindern, dass die Menschen in die städtischen Zentren abwandern und dort in Notunterkünften leben müssen, unterstützen das evangelische Hilfswerk Diakonie Katastrophenhilfe und die katholische Hilfsorganisation Caritas international die Menschen auf dem Land, damit sie in ihren Dörfern bleiben können.

Am schwierigsten ist die Versorgung mit Trinkwasser. Dieses muss mit Tanklastwagen regelmäßig in die Dörfer gebracht werden. Versorgt werden in dem Gebiet von der somalischen Partnerorganisation rund 2500 Familien, die hier vor allem von der Viehzucht leben. Die Bevölkerung verfügt auch wegen der Bürgerkriegssituation im Land über keinerlei Reserven. Die Kombination von gewaltsamen Konflikten und ausbleibendem Regen hat jetzt zur extremen Zuspitzung der Lage geführt.

Das evangelische Hilfswerk Diakonie Katastrophenhilfe hat für die Soforthilfe 400.000 Euro bereitgestellt und das katholische Hilfswerk Caritas international 200.000 Euro. Außerdem starten die beiden kirchlichen Hilfsorganisationen am Rande von Mogadischu ein Brunnenprojekt, für das sie insgesamt 280.000 Euro zur Verfügung gestellt haben. Damit werden Tiefbrunnen zur Versorgung von Flüchtlingen gebohrt.

20.7.2011

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Hintergrund und Spendenaufruf der Diakonie-Katastrophenhilfe / Diakonisches Werk Hannover

In Somalia herrscht die schlimmste Hungersnot seit Jahrzehnten. Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt die Menschen dort mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser, Latrinen und Notunterkünften. Helfer berichten: „Die Menschen in Somalia verhungern.“

Die Betroffenen flüchten in die Nachbarländer Kenia und Äthiopien. Auch dort herrscht Trockenheit. Viele kommen in die Hauptstadt Mogadischu. Dort müssen sie unter erbärmlichen Bedingungen in Notlagern leben. Angesichts der Hungersnot und des seit 20 Jahren andauernden Bürgerkriegs haben die Menschen in Somalia keinerlei Reserven mehr.

Die Diakonie Katastrophenhilfe gehört zu den wenigen deutschen Hilfsorganisationen, die noch in dem ostafrikanischen Land tätig sind. Die 30 Mitarbeiter unserer Partnerorganisation DBG berichten vom riesigen Ausmaß der Hungersnot. Sie selbst haben einen Teil ihres Gehalts für die Nothilfe gespendet und sehen täglich völlig verzweifelte Menschen in Mogadischu ankommen. Helmut Hess, Mitglied des DBG-Aufsichtsgremiums: „Viele Kinder und ältere Menschen sterben bei dem Versuch, ein Lager zu erreichen. Der Bürgerkrieg in Somalia hat die Landwirtschaft zerstört. Die Dürre trifft die Menschen deshalb besonders hart.“

Diakonie Katastrophenhilfe und Caritas International haben ein gemeinsames Brunnenprojekt auf den Weg gebracht. Fachleute bohren jetzt in den Außenbereichen von Mogadischu Tiefbrunnen, um die Bewohner der Camps dauerhaft mit Trinkwasser zu versorgen.

Auch in den Nachbarländern Kenia und Äthiopien unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe Einheimische und Flüchtlinge. Ein Schwerpunkt ist die ebenfalls schwer betroffene Turkana-Region in Kenia. Im gesamten Land spitzt sich die Lage in dem für 90.000 Menschen geplanten Lager Dabaab zu, wo sich fast 400.000 Menschen drängen. Dort hilft die Diakonie Katastrophenhilfe mit Partnern im globalen kirchlichen Hilfsnetzwerk ACT Alliance. Helfer berichten: „Dramatisch ist die Lage der stark unterernährten Kleinkinder.“

Für die weitere Hilfe bittet die Diakonie Katastrophenhilfe um Spenden und Kollekten. Stichwort: "DKH-Somalia".

Bitte beachten Sie unsere Kontoverbindung:

Spendenkonto Diakonie Katastrophenhilfe, Kontonummer: 4488 BLZ: 251 205 10 BfS Hannover

Diakonisches Werk der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers, Ebhardtstr. 3 A, 30159 Hannover

Ansprechpartner:

Uwe Becker, Tel. 0511-3604-166, E-Mail: uwe.becker@diakonie-hannovers.de

Michael Türk, Tel. 0511-1241-904, E-Mail: michael.tuerk@evlka.de

Hannover/Stuttgart, 13. Juli 2011