Universität und Jüdisches Lehrhaus bilden zusammen Studierende aus

Nachricht 13. Juli 2011

Oldenburg (epd). Die Oldenburger Universität und das Leo-Trepp-Lehrhaus der jüdischen Gemeinde in Oldenburg wollen künftig gemeinsam Studierende unterrichten. Das Programm "Interkulturelle Jüdische Studien" für Master-Studierende sei ein bundesweit einzigartiges Pilotprojekt, sagte die Historikerin und Vizepräsidentin der Universität, Professorin Gunilla Budde, am Mittwoch. Das zunächst für zwei Jahre geplante Projekt soll zum Wintersemester starten.

Die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Sara-Ruth Schumann, und Rabbinerin Alina Treiger begrüßten das Konzept. Neben Treiger wird sich auch der niedersächsische Landesrabbiner Jonah Sievers aus Braunschweig mit Lehrveranstaltungen beteiligen. Gastreferenten des Lehrhauses aus dem In- und Ausland sowie die Institute für Evangelische Theologie und Religionspädagogik, Geschichtswissenschaft und Philosophie sollen das Angebot ergänzen. Außerdem ist ein Praktikum in einer jüdischen Einrichtung vorgesehen.

Im Mittelpunkt des Programms steht den Angaben zufolge die Beziehungen zwischen Juden und Christen von der Antike bis zur Gegenwart. Weiter sollen Hebräisch-Sprachkurse angeboten und die interreligiösen und kulturellen Beziehungen zum Islam untersucht werden.

Internet: www.uni-oldenburg.de

Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen

13.7.2011