Loccumer Tagung erinnert an 40 Jahre pastoralsoziologischer Arbeit

Nachricht 12. Juli 2011

Loccum/Kr. Nienburg (epd). Mit einer wissenschaftlichen Tagung erinnert die Evangelische Akademie Loccum bei Nienburg Anfang September an das 40-jährige Bestehen der pastoralsoziologischen Arbeit in der hannoverschen Landeskirche. Die soziologische Forschung habe in den vergangenen Jahrzehnten Erhebliches zum Verstehen kirchlicher Arbeit und religiöser Prozesse beigetragen, teilte Tagungsleiterin Gabriele Arndt-Sandrock am Dienstag mit.

1971 wurde den Angaben zufolge in Hannover erstmals eine Arbeitsstelle für Pastoralsoziologie eingerichtet. Ihr erster Direktor war Professor Karl-Fritz Daiber, der an der Jubiläumstagung teilnehmen wird. Die Arbeitsstelle ging später ins Pastoralsoziologische Institut der Evangelischen Fachhochschule in Hannover über. Dieses wiederum wurde 2005 ins Sozialwissenschaftliche Institut der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) integriert, das die Tagung mitveranstaltet. Zu den Referenten gehören unter anderem die Theologieprofessoren Wilfried Härle und Jan Hermelink sowie Landesbischof Ralf Meister.

Am Anfang sei es darum gegangen, sozialwissenschaftlicher Forschung in der Kirche im Gegenüber zur dominierenden Theologie Anerkennung zu verschaffen, erläuterte Arndt-Sandrock. Auf dem Feld der Religionsforschung, der Organisation der Kirche oder der Milieustudien habe die Soziologie viel geleistet. Heute stelle sich die Frage, ob soziologische Fragestellungen das theologische Anliegen sogar verdrängten. Texte zur aktuellen Kirchenreform erweckten den Eindruck einer Konkurrenz zwischen beiden, hieß es in der Ankündigung.

Das Tagungsprogramm steht hier zum Download bereit. 

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12.7.2011