Landeskirche Hannover sucht ihren ersten "Pop-Kantor"

Nachricht 22. Juni 2011

Hannover (epd). Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers sucht ihren ersten und bisher einzigen "Pop-Kantor". Er oder sie soll ab 2012 in und um Hannover die musikalische Arbeit mit 15- bis 25-Jährigen fördern, kündigte Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann am Mittwoch am Randes des Stadtkirchentages an: "Wir müssen feststellen, dass die Musikkultur in unseren Gottesdiensten Jugendliche kaum anspricht. Ihre Musik kommt dort kaum vor."

Der "Pop-Kantor" soll etwa die Arbeit mit Bands fördern und Kontakte zu Musikern in der Region herstellen. Dafür schreibt der Stadtkirchenverband derzeit gemeinsam mit dem Kirchenkreis Laatzen-Springe eine auf fünf Jahre befristete Stelle aus. Die Kosten trägt zum großen Teil die Landeskirche aus einem Fonds für Berufsanfänger.

Hannover und Laatzen-Springe hatten sich um das Projekt beworben. Der "Pop-Kantor" soll eng mit der Jugendkirche in Hannover zusammenarbeiten, sagte Heinemann. Für den Stadtkirchenverband sei dies eine Chance, einen innovativen Akzent zu setzen.

Der evangelisch-lutherische Stadtkirchentag Hannover beriet am Mittwochabend erneut über Details weitreichender Einsparungen für die Jahre 2013 bis 2016. Die 63 Gemeinden mit ihren rund 205.000 Mitgliedern müssen in Zukunft mit deutlich weniger Geld auskommen. Einzelnen Gemeinden wird ein Drittel ihrer Zuweisungen gestrichen.

Von starken Kürzungen bedroht sind auch sind ein Jugendzentrum sowie diakonische Dienste. Insgesamt sinken die Zuweisungen von 21,5 Millionen Euro auf rund 19 Millionen pro Jahr. Die Gemeinden erhalten mehr als zwei Drittel, die übergemeindlichen Dienste ein Drittel.

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22.6.11