Islamische Theologen kooperieren mit Universitäten in Bosnien

Nachricht 21. Juni 2011

Osnabrück (epd). Die Fachrichtung Islamische Theologie an der Universität Osnabrück wird künftig enger mit Islamwissenschaftlern in Bosnien-Herzegowina zusammenarbeiten. Während eines offiziellen Besuchs in dem Balkanland seien Kooperationsverträge mit den islamischen Fakultäten der Universitäten Zenica und Sarajevo geschlossen worden, teilte die Uni Osnabrück am Dienstag mit.

Das sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg, zu einem Institut für Islamische Studien an der Universität zu werden, betonte der stellvertretende Direktor des Zentrums für Interkulturelle Islamstudien, der evangelische Theologe Professor Arnulf von Scheliha. Es gebe bereits Kooperationen mit den Universitäten Istanbul, Bursa und Canakkale in der Türkei. Die Zusammenarbeit mit Bosnien sei von größter Bedeutung, weil dort ein authentischer und unabhängiger europäischer Islam verankert sei, sagte der islamische Religionspädagoge Rauf Ceylan.

Bislang werden an der Universität Osnabrück islamische Religionslehrer ausgebildet. Seit einem Jahr wird außerdem ein Weiterbildungsstudiengang für Imame angeboten, der in einen Master-Studiengang münden soll. An den Hochschulen in Osnabrück/Münster, Erlangen/Nürnberg, Frankfurt/Gießen und Tübingen sollen mit Unterstützung des Bundes die bundesweit ersten Institute für Islamische Studien entstehen.

Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen

21.6.2011