ACK-Vorsitzender Weber: Freikirchen-Szene ist bunter geworden

Nachricht 13. Juni 2011

Hannover/Braunschweig (epd). Die Szene der christlichen Freikirchen ist nach den Worten des Braunschweiger evangelischen Landesbischofs Friedrich Weber in den vergangenen Jahren zunehmend bunter geworden. Neben die klassischen Freikirchen wie Baptisten oder Methodisten seien unter anderem mehrere hundert freie pfingstlich-charismatische Gemeinden getreten, schreibt Weber in der Pfingstausgabe der "Evangelischen Zeitung", die in Hannover und Hamburg erscheint. Sie verstünden sich als "konfessionsunabhängig" und auch als Alternative zu den etablierten Freikirchen.

Zudem hätten sich zahlreiche evangelikal-fundamentalistische Gemeinschaften gebildet. Auch seien Einwandererkirchen mit Menschen etwa asiatischer oder afrikanischer Herkunft entstanden. Weber ist Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK).

Er rief die freien Kirchen und Gemeinden auf, "die Perspektive des anderen empathisch wahrzunehmen, denn konfessionelle Identität kann es allein nicht geben". Er habe in den vergangenen Jahren Freikirchen auch als Impulsgeber für die Suche nach neuen Wegen auch für die verfassten Kirchen erlebt, betonte er. Nicht selten sei er durch sie für die schwierige Lage von Christen in aller Welt sensibilisiert worden.

"Zu bestimmten Gemeinden und Gruppen im freikirchlichen Spektrum halte ich gerne Kontakt und predige gelegentlich auch in ihren Gottesdiensten", schreibt Weber. Gemeinsam sei verfassten Kirchen und Freikirchen aufgetragen, "das Evangelium unter die Leute zu bringen." Freikirchen sind weniger mit dem Staat verbunden als die evangelischen Landeskirchen und die katholische Kirche und finanzieren sich etwa durch Mitgliedsbeiträge statt einer Kirchensteuer. In Deutschland sind mehrere hunderttausend Christen Mitglieder von Freikirchen.


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13.6.2011