Niedersächsische Bischöfe erinnern zu Pfingsten an Ursprung der Kirche

Nachricht 12. Juni 2011

Hannover/Braunschweig (epd). Niedersachsens evangelische Bischöfe haben in ihren Predigten zu Pfingsten an den Ursprung der Kirche erinnert. Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister sagte, angesichts der großen Fragen des Lebens und der Welt bräuchten die Menschen auch heute Trost durch den Geist Gottes. "Vielleicht ist die Trostbedürftigkeit die große Not unserer Zeit." An Pfingsten feiern Christen die Ausgießung des heiligen Geistes in der ersten Gemeinde. Es ist nach Weihnachten und Ostern das dritte Hauptfest des Kirchenjahres.

"Es wird objektiv nichts verändert, wenn getröstet wird", sagte Meister in der hannoverschen Marktkirche. "Aber im Trost können wir die Welt und das Leben noch einmal ganz anders deuten." Der Bischof bezog sich auf ein Bibelwort, dass den Geist Gottes als Tröster beschreibt.

Der braunschweigische Landesbischof Friedrich Weber rief dazu auf, sich von Gottes Geist leiten zu lassen und die Erde menschenfreundlicher zu gestalten. "Wir brauchen Erkenntnis, Wahrheit, Gerechtigkeit und Trost, um alle Tage zurechtzukommen und nicht die Orientierung zu verlieren", sagte er im Braunschweiger Dom.

Der Bischof hob hervor, dass Christen in Deutschland heute ihren Glauben frei bekennen und leben dürften: "Und das sollten wir in der Kraft des Geistes auch tun." Weber ist auch Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland und Ratsvorsitzender der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen.

Der Bückeburger Landesbischof Karl Hinrich Manzke sagte, ein guter Geist sei notwendig für eine gelingende menschliche Gemeinschaft. Wo die ansteckende Begeisterung verloren gehe, breite sich lähmende Ratlosigkeit aus: "Eine um den Geist leidenschaftlich bittende Kirche, die dann auch danach handelt, wird dringender gebraucht denn je in einer Welt, die manches Mal von allen guten Geistern verlassen ist."

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12.6.2011