Rund 300 Menschen protestieren gegen NPD in Northeim

Nachricht 10. Juni 2011

Northeim (epd). Rund 300 Menschen haben am Sonnabend im südniedersächsischen Northeim bei einer Kundgebung friedlich gegen einen Aufmarsch der rechtsextremen NPD protestiert. Zu der NPD-Veranstaltung versammelten sich nach Polizeiangaben zeitgleich mehr als 30 Personen in der Innenstadt. Die Polizei hatte den Treffpunkt der Rechtsextremen abgesperrt. Beide Kundgebungen verliefen ohne Zwischenfälle.

Unter dem Motto "Stoppt Nazistrukturen in Northeim" hatte ein breites Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften, Kirchen und Vereinen zu dem Protest aufgerufen. Die NPD hatte erst vor drei Wochen in der Northeimer Stadthalle ihren Landesparteitag abgehalten. Damals hatten rund 1.500 Menschen gegen die Partei demonstriert.

Bei der Gegenkundgebung sagte der evangelische Pastor Mathis Burfien, rechtsextremistisches Gedankengut dürfe keinen Platz in den Köpfen der Menschen und in der Politik haben. Hans Helms von der Gedenkstätte für das Jugend-Konzentrationslager Moringen erinnerte daran, dass die Nationalsozialisten im "Dritten Reich" ganz in der Nähe von Northeim Verbrechen verübt hätten. Das "Bündnis gegen Rechts" forderte ein umgehendes Verbot der NPD.

Einem Internet-Aufruf zufolge richtete sich der Aufmarsch der Rechtsextremisten gegen die Stadt und ihren Bürgermeister. Diese hatten im Mai mit allen Mitteln versucht, den Parteitag zu verhindern - jedoch ohne Erfolg.

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11.6.2011