Hannovers Kirchen werben zum 1. Mai für die Sonntagsruhe

Nachricht 30. April 2011

Hannover (epd). Die beiden großen christlichen Kirchen in Hannover wollen am 1. Mai für den Erhalt der Sonntagsruhe werben. Mit einen ökumenischen Kirchenzelt beteiligten sich die evangelische und katholische Kirche an der Maikundgebung "Fest für Demokratie" auf dem Klagesmarkt, teilte der Stadtkirchenverband am Mittwoch mit. Sie wollten dabei das Motto der Gewerkschaften "Das ist das mindeste: Fairer Lohn - Gute Arbeit - Soziale Sicherheit" zum "Tag der Arbeit" um den Aspekt "...und sonntags Ruhe" ergänzen.

"Der Schutz des Sonntags liegt uns besonders am Herzen. Denn einer ständig angespannten Gesellschaft droht der Infarkt", sagte der evangelische Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann. Der Sonntag stehe seit biblischer Zeit für die Chance zum Ausspannen und Innehalten. Zugleich unterstützten die Kirchen die Anliegen der Gewerkschaft, Arbeit gerecht zu verteilen und soziale Gerechtigkeit zu erreichen.

Heinemann und der katholische Dechant Martin Tenge gestalten den Angaben zufolge ab 9 Uhr in der St.-Benno-Kirche Linden eine Friedensandacht, bevor sich die Kirchenvertreter der Gewerkschaftskundgebung anschließen. Im Kirchenzelt diskutiert der Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Gerhard Wegner, unter anderem mit Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) über die Sonntagsruhe. An dem Programm unter dem Motto "Farbenfroh und vielfältig" beteiligen sich auch Jugendverbände, Diakonie und Caritas, der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt, die katholische Arbeitnehmer-Bewegung und das hannoversche Haus der Religionen.

Internet: www.kirche-hannover.de

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28.4.2011