Das Stichwort: Ostern

Nachricht 24. April 2011

Hannover (epd). Ostern ist das älteste und wichtigste Fest der
Christenheit. Es erinnert an die Mitte des christlichen Glaubens: die
Auferstehung Jesu Christi von den Toten nach seinem Leiden und
Sterben am Kreuz. Das Osterfest ist daher ein Symbol für den Sieg des
Lebens über den Tod. In der frühen Christenheit fanden oft Taufen an
diesem Tag statt.

Im Jahr 325 bestimmte das Konzil von Nicäa den Sonntag nach dem
ersten Vollmond im Frühling als Ostertermin. Seither wird das
Auferstehungsfest in den westlichen Kirchen zwischen dem 22. März und
dem 25. April begangen. Die orthodoxen Kirchen, die noch den alten
julianischen Kalender verwenden, feiern meist an einem anderen Datum.

Ostern hat sich wohl aus dem jüdischen Passah-Fest entwickelt.
Trotz der Loslösung vom Judentum blieben wichtige Parallelen
bestehen: Passah, die Erinnerung an den Auszug der Juden aus Ägypten,
liegt in zeitlicher Nähe zu Ostern. Viele Inhalte des Passah-Festes
haben ein Gegenstück in der christlichen Symbolik. So erinnert das
Osterlamm, das aus dem an Passah geschlachteten Lamm hervorgeht, an
das Sühneopfer Jesu, der dem christlichen Glauben nach zur Erlösung
der sündigen Menschen starb.

Die Herkunft des Namens Ostern ist nicht völlig geklärt.
Volkstümlich wurde er von der Frühlingsgöttin "Ostara" abgeleitet.
Möglicherweise ist er auch Resultat eines Übersetzungsfehlers. Die
lateinische Bezeichnung für die Osterwoche ("Weiße Woche"/"hebdomada
in albis") wurde Religionshistorikern zufolge auch mit dem Wort für
die Morgenröte "alba" - auf althochdeutsch "eostarun" - in Verbindung
gebracht.

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24.4.2011