EKD-Ratsvorsitzender Schneider: Hoffnung nach Katastrophen nicht begraben

Nachricht 24. April 2011

Hannover (epd). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus
Schneider, hat an Ostern zu neuer Hoffnung und Furchtlosigkeit
angesichts von Katastrophen wie in Japan aufgerufen. Christen
verschlössen nicht die Augen vor den schrecklichen Realitäten der
Welt, sagte Schneider am Sonntag in seiner Predigt in Düsseldorf.
Aber sie ließen sich auch nicht lähmen durch Furcht. Aufgrund der
Osterfreude über den auferstandenen Christus ließen sie sich bewegen
zu Anteilnahme, Mitleiden und Hilfe.

"Furcht in Verbindung mit Ehrfurcht und Osterfreude dient der
Fähigkeit, sich in die Lage der von Erdbeben, Tsunami und Super-Gau
eines Atomkraftwerkes geschlagenen Menschen zu versetzen", sagte
Schneider. Die Botschaft von Ostern helfe, die Ereignisse nüchtern
einzuschätzen, und daran zu arbeiten, dass sie in Zukunft verhindert
oder zumindest abgemildert werden, so der Ratsvorsitzende der
Evangelische Kirche in Deutschland (EKD).

Dass Gott den gekreuzigten und gestorbenen Jesus von der Toten
auferweckt habe, zeige seine Wirkmächtigkeit, betonte der oberste
Repräsentant von rund 25 Millionen Protestanten. Der Glaube an dieses
Geschehen befreie Christen zu fröhlicher Hoffnung über den Tod
hinaus. "Menschen müssen ihr Vertrauen, ihr Hoffen und ihr Lieben
nicht unter Leid und Todeserfahrung begraben", sagte Schneider. An
der Not, auch des fernen Nächsten, könnten sie nicht vorübergehen.

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24.4.2011