Bischof Meister: Sinn christlicher Feiertage neu vermitteln

Nachricht 23. April 2011

Hannover (epd). Nach Ansicht des hannoverschen Landesbischofs Ralf Meister muss der Sinn christlicher Feiertage immer wieder neu vermittelt werden. So seien zum Beispiel Gottesdienste wie die Osternächte beliebt. Dabei erlebten Menschen, wie eine dunkle Kirche hell werde und Osterjubel ausbreche, sagte Meister am Sonnabend im Hörfunk-Interview auf NDR Info. "Das ist glaube ich eine sehr kraftvolle Inszenierung dessen, was Ostern eigentlich meint, und das ist attraktiv."

Auch die Karfreitagsruhe könne man nicht erzwingen sondern nur vorleben, sagte der Bischof der größten evangelischen Landeskirche in Deutschland. "Ich glaube, dass die Kirche an vielen Punkten auch beispielhaft zeigt, wie es geht." In den vergangenen Tagen war das Verbot von Kabarett und mancher Musikveranstaltungen an dem stillen Feiertag vor Ostern in die Diskussion geraten.

"Wir leben in einer Gewohnheit, dass uns Stille, Abschalten, Herausgehen aus sozusagen den alltäglichen Dynamiken des Lebens schwer fällt", sagte Meister. Es helfe, dieses Abschalten wieder neu zu inszenieren. Aufführungen von Passionen, besondere Gottesdienste oder Kreuzwege machten etwa deutlich, dass es am Karfreitag und zu Ostern um mehr gehe als ein langes freies Wochenende. Ostern feiern Christen die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, am Karfreitag erinnern sie an sein Leiden und Sterben am Kreuz.

Copyright: epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen

23.4.2011